Genau
Thementest · A2

Modalpartikeln Test

13Fragen
8Minuten
60 %Bestehensgrenze

Eine Frage nach der anderen, die Zeit läuft. Die Lösungen bleiben wie in der Prüfung verdeckt: Am Ende siehst du alle mit Erklärung. Mit 60 % ist das Thema abgeschlossen.

Thementest

13 Fragen, von leicht bis schwer

Wähl eine Antwort und drück «Weiter». Du kannst zurückgehen und ändern. Was leer bleibt, zählt als falsch.

Du bittest jemanden um Hilfe und willst die Bitte weicher machen: Kannst du mir helfen?

mal – nimmt der Bitte das Gewicht. doch würde hier Nachdruck geben (natürlich bei einer Einladung), denn fügt der Frage Überraschung hinzu: „Kannst du etwa nicht helfen?“

Du beginnst ein Gespräch und willst nicht wie im Verhör klingen: Was machst du ?

denn – die Partikel, die Fragen einen Ton gibt, und sie steht nur in Fragen. ja und halt gehören in den Aussagesatz, nicht in die Frage.

Hast du keine Zeit? — , ich habe Zeit.

Doch – das Antwortwort, mit dem du eine verneinte Frage widerlegst. Mit Ja wäre unklar, ob du „ja, ich habe keine Zeit“ meinst. Dieses doch ist keine Partikel, sondern ein betontes Antwortwort.

Dein Freund geht nicht ans Telefon. Du vermutest etwas: Er ist im Urlaub.

wohl – „vermutlich, wahrscheinlich“. Die Partikel für eine Vermutung, bei der du nicht sicher bist. mal drückt keine Vermutung aus, und denn arbeitet im Aussagesatz nicht als Partikel.

Du zeigst deine Überraschung ganz sanft: Das ist teuer!

ja gibt als Partikel den Ton „Sieh mal an, wirklich“: Das ist ja teuer! Es wird gleich geschrieben wie das ja für „ja“, unterscheidet sich aber durch die Betonung.

Du korrigierst dein Gegenüber ganz sanft: Das weißt du .

doch gibt den Ton einer Erinnerung: „Du weißt es doch.“ Das denn aus Fragen und das wohl aus Vermutungen passen hier nicht.

Was macht das „mal“ im Satz Komm mal her!?

mal macht aus dem Befehl eine Bitte. Komm her! ist ein Befehl, Komm mal her! heißt „Komm bitte kurz her“.

Welche Antwort passt? Was klingt HÄRTER als die Variante ohne Partikel?

Partikeln stellen den Ton ein: Sie machen nicht härter, sondern weicher und natürlicher. Deshalb sind sie das Kennzeichen der gesprochenen Sprache – in Texten selten, im Gespräch häufig.

Was bringt „eigentlich“ ins Gespräch? — Was machst du eigentlich beruflich?

eigentlich gibt der Frage einen neugierigen, entspannten Ton: „Was machst du übrigens beruflich?“ Es nimmt den Verhörton weg und macht die Frage zu Smalltalk.

Bist du müde? — Welche Antwort passt, wenn du „nein“ meinst?

doch ist nur der Widerspruch zu einer verneinten Frage (Hast du keine Zeit? — Doch!). Auf eine positive Frage antwortest du mit ja/nein.

Partikeln (zum Beispiel denn, mal, doch) ändern die Grundbedeutung eines Satzes komplett.

Falsch. Partikeln verändern die Bedeutung des Satzes nicht, sie fügen nur Gefühl, Ton oder Betonung hinzu.

Du bittest freundlich, dass jemand herschaut. Schau her.

mal macht Aufforderungen weicher und freundlicher.

Bilde den Satz (Erinnerung mit leichtem Vorwurf): Das habe ich dir gesagt!

Tipp die Teile an und bau den Satz

doch gibt hier den Ton einer Erinnerung und eines leichten Vorwurfs: „Ich habe es dir gesagt, du weißt es.“
Kurzregeln

Die Regeln in drei Zeilen

Das ganze Thema steht auf einer eigenen Seite. Hier ist nur der Kern, den du für den Test brauchst.

  1. mal macht aus dem Befehl eine Bitte

    mal macht den Befehl weicher: Komm mal her! Das ist wie „bitte, komm kurz zu mir“. Man hört es in fast jeder Alltagsbitte.

    Kannst du mir mal helfen?

  2. denn macht aus der Frage ein Gespräch

    denn gibt der Frage einen neugierigen Ton und nimmt das Verhör weg: Was machst du denn? Die Konjunktion denn (weil) wird gleich geschrieben, hat aber eine andere Aufgabe.

    Was machst du denn?

  3. doch hat drei Aufgaben

    ① Widerspruch bei einer verneinten Frage: Hast du keine Zeit? — Doch! ② Erinnerung: Das weißt du doch. ③ Ermunterung: Komm doch mit!

    Doch, ich habe Zeit.

  4. wohl und ja geben Ton

    wohl ist eine Vermutung: Er ist wohl im Urlaub (vermutlich). ja drückt Überraschung oder gemeinsames Wissen aus: Das ist ja teuer!

    Er ist wohl im Urlaub.

Stolperfallen

Oft verwechselt

Hier passieren die typischen Fehler. Die schweren Fragen kommen genau von hier.

  • Hast du keine Zeit? — Ja, ich habe Zeit.

    Doch, ich habe Zeit.

    Einen Widerspruch bei einer verneinten Frage gibst du mit doch; ja bleibt hier unklar.

  • Die Partikel wörtlich nehmen (mal = einmal)

    Eine Partikel trägt Ton, keine Bedeutung.

    mal heißt hier nicht „einmal“; es gibt dem Satz den Ton „ganz locker, bitte“. Es überträgt ein Gefühl, keine Übersetzung.

  • Was machst du? (im Gespräch, ganz nüchtern)

    Was machst du denn?

    Eine Frage ohne Partikel kann wie ein Verhör klingen; denn gibt einen neugierigen Ton.

  • Bist du müde? — Doch.

    Bist du müde? — Ja. / Nein.

    doch ist nur der Widerspruch zu einer VERNEINTEN Frage; auf eine positive Frage antwortest du direkt.