Genau
Thementest · A1

Perfekt Test

22Fragen
13Minuten
60 %Bestehensgrenze

Eine Frage nach der anderen, die Zeit läuft. Die Lösungen bleiben wie in der Prüfung verdeckt: Am Ende siehst du alle mit Erklärung. Mit 60 % ist das Thema abgeschlossen.

Thementest

22 Fragen, von leicht bis schwer

Wähl eine Antwort und drück «Weiter». Du kannst zurückgehen und ändern. Was leer bleibt, zählt als falsch.

Ich gestern ins Kino gegangen.

bin. gehen drückt einen Ortswechsel aus → sein. war ist eine Präteritumform und verbindet sich nicht mit einem Partizip.

Ich habe dich gestern . (anrufen)

angerufen. Bei trennbaren Verben steht ge- nicht vorn, sondern zwischen Vorsilbe und Stamm: angerufen. Die Vorsilbe bleibt vor dem Partizip.

Ich habe drei Jahre in Berlin . (studieren)

studiert. Verben auf -ieren bekommen kein ge-, weil die erste Silbe nicht betont ist: stu·DIE·ren. Genauso: telefoniert · repariert · passiert.

Ich das Auto gefahren. (Ich war der Fahrer.)

habe. Im Satz steht ein Akkusativobjekt (das Auto) → haben. Ohne Objekt wäre es sein: Ich bin nach Berlin gefahren.

Ich habe einen Film . (sehen)

gesehen. Unregelmäßige Verben enden auf -en, nicht auf -t, und bei den meisten ändert sich der Stammvokal. sehen → gesehen gehört zu den braven, die den Stamm nicht verändern.

Er um sieben Uhr aufgestanden.

ist. aufstehen ist eine Zustandsveränderung: Erst lagst du, jetzt stehst du → sein. In derselben Gruppe: einschlafen · aufwachen · werden · sterben.

Ich habe die Aufgabe nicht . (verstehen)

verstanden. ver- ist eine untrennbare Vorsilbe; sie trägt die Betonung nicht, also ist kein Platz für ge-. Dieselbe Familie: be- · ent- · er- · zer-.

Wir haben Kaffee . (trinken)

getrunken. Der Stammvokal ändert sich: trinken → getrunken. Dasselbe Muster: singen → gesungen · finden → gefunden.

Was passiert?

ist. In diesem Satz stecken zwei Regeln: passieren ist eine Zustandsveränderung → sein, und weil es ein -ieren-Verb ist, bekommt das Partizip kein ge-.

Wohin gehört das Partizip – welcher Satz ist richtig? (Vergangenheit)

Ich habe einen Film gesehen. Das konjugierte Verb steht an zweiter Stelle, das Partizip ganz am Ende; das Objekt steht dazwischen. Diese Lücke heißt „Satzklammer“ und ist das Rückgrat des Deutschen.

Ich habe einen Brief . (schreiben)

geschrieben. Im Stamm ändern sich Vokal und Konsonant: schreiben → geschrieben. Dasselbe Muster: bleiben → geblieben · steigen → gestiegen.

Sie nach Hause gekommen.

ist. kommen ist ein Ortswechsel → sein. Diese Frage ist leicht, weil man die Bewegung spürt – schwer sind Verben wie bleiben und sein, die unbewegt wirken und trotzdem sein nehmen.

Ich habe das Fenster . (aufmachen)

aufgemacht. Regelmäßiges Verb + trennbare Vorsilbe: auf + ge + mach + t. Die Teile stehen immer in dieser Reihenfolge.

Ich zwei Stunden geschlafen.

habe. schlafen bedeutet weder Ortswechsel noch Zustandsveränderung – Schlaf ist ein Zustand, keine Veränderung. Aber einschlafen (in den Schlaf fallen) ist eine Veränderung: Ich bin eingeschlafen.

Erst Zeit, dann Ort – welcher Satz ist richtig? (Vergangenheit)

Ich bin gestern nach Hause gegangen. Zwei Regeln auf einmal: Das konjugierte Verb steht an zweiter Stelle (die dritte Option bricht das) und im Mittelfeld gilt Zeit → Ort. gestern kommt zuerst, nach Hause danach.

Hast du das Buch schon ? (lesen)

gelesen. Der Stamm bleibt in der Schreibung gleich, wird aber beim Sprechen länger: lesen → gelesen. Auch in der Frage gilt dieselbe Regel: Das Partizip steht am Ende.

Ich mit dem Bus gefahren.

bin. Dasselbe Verb wie in Ich habe das Auto gefahren, aber eine andere Antwort. Der Unterschied liegt im Objekt: Dort gab es das Auto, hier nicht – mit dem Bus ist kein Objekt, sondern eine Präpositionalgruppe.

telefonieren – Warum heißt das Partizip II telefoniert?

Verben auf -ieren bekommen kein ge-. Der Grund ist nicht die Herkunft, sondern die Betonung: ge- steht nur bei Verben, deren erste Silbe betont ist. Wäre die fremde Herkunft der Grund, bekäme telefoniert nicht einmal ein -t.

Ich habe gestern meinen Freund im Park getroffen. – Warum steht das Partizip ganz am Ende?

Das konjugierte Verb steht an zweiter Stelle, der nicht konjugierte Teil wird ans Ende geschoben. Das gilt nicht nur im Perfekt, sondern auch bei Modalverben und im Futur: Ich will heute arbeiten. · Ich werde morgen kommen. Du lernst eine Regel und gewinnst drei Zeiten.

Der Film um acht Uhr angefangen.

hat. „Anfangen“ klingt nach Veränderung, aber anfangen und beginnen nehmen haben. Ein Paar zeigt die Grenze: Der Film hat angefangen, aber Der Film ist zu Ende gegangen.

Bilde einen Satz im Perfekt: ich · gestern Abend · mit meinem Freund · Pizza · essen

Tipp die Teile an und bau den Satz

Klammer: habe öffnet sie an zweiter Stelle, gegessen schließt sie ganz am Ende; alles dazwischen bleibt in der Klammer. Steht die Zeitangabe vorn, rutscht das Subjekt HINTER das Verb: Gestern Abend habe ich… – beides ist richtig.

Ich habe nach Berlin gefahren. – Dieser Satz ist richtig gebildet.

Falsch. fahren drückt einen Ortswechsel aus → sein: Ich bin nach Berlin gefahren. Die einzige Ausnahme: Mit Objekt steht haben – Ich habe das Auto gefahren.
Kurzregeln

Die Regeln in drei Zeilen

Das ganze Thema steht auf einer eigenen Seite. Hier ist nur der Kern, den du für den Test brauchst.

  1. Nur eine Frage: Ort oder Zustand verändert?

    Wenn du von einem Ort zu einem anderen gekommen bist oder sich dein Zustand verändert hat, steht sein. Alle anderen Verben nehmen haben – und gibt es ein Akkusativobjekt im Satz, steht sowieso haben.

    Ich bin gegangen · Ich habe gegessen

  2. ge- steht nicht immer vorn

    Bei trennbaren Vorsilben steht es in der Mitte, bei untrennbaren Vorsilben (ver- · be- · ent-) nie, und bei Verben auf -ieren ebenfalls nie.

    angerufen · verstanden · studiert

  3. Das Partizip steht am Ende

    Das konjugierte Hilfsverb steht an zweiter Stelle, das Partizip wird ganz ans Satzende geschoben. Alles dazwischen – Objekt, Zeit, Ort – steht in der Mitte.

    Ich habe gestern einen Film gesehen.

Stolperfallen

Oft verwechselt

Hier passieren die typischen Fehler. Die schweren Fragen kommen genau von hier.

  • Ich habe nach Berlin gefahren.

    Ich bin nach Berlin gefahren.

    Es gibt einen Ortswechsel und kein Akkusativobjekt → sein. Kommt ein Objekt dazu, wird aus demselben Verb wieder haben.

  • Ich habe dich geanrufen.

    Ich habe dich angerufen.

    Die trennbare Vorsilbe bleibt vor dem Partizip; ge- steht nicht vorn, sondern in der Mitte.

  • Ich habe gestudiert.

    Ich habe studiert.

    Bei Verben auf -ieren liegt die Betonung nicht auf der ersten Silbe (stu·DIE·ren), deshalb kommt ge- nie dazu.

  • Ich habe gesehen einen Film.

    Ich habe einen Film gesehen.

    Das Partizip wird zu früh gesetzt. Der nicht konjugierte Teil steht im Deutschen ganz am Ende.