Akkusativ & Dativ
Akkusativ und Dativ
Akkusativ und Dativ sind die zwei wichtigsten Fälle für Objekte: Das Verb oder die Präposition entscheidet, ob es „den Ball“ oder „dem Kind“ heißt.
„Dem Mann“ oder „den Mann“? Das Verb oder die Präposition entscheidet. Im Deutschen zeigt der Artikel den Fall – und ein einziger Buchstabe macht den Unterschied.
Ein Buchstabe, zwei Fälle
KurzregelDer Akkusativ verändert nur eine einzige Zelle: der → den. Feminin, Neutrum und Plural bleiben gleich. Der Dativ verändert dagegen alle vier.
Den Unterschied zwischen „den Mann sehen“ und „dem Mann helfen“ machst du im Alltag längst richtig. Niemand hat dir dafür eine Regel erklärt: Du nimmst einfach die Form, die das Verb verlangt. Genau das verlangt dieses Thema von dir – nicht mehr und nicht weniger.
Wichtig ist nur, wo du den Fall siehst. Das Nomen bleibt fast immer gleich. Es ändert sich der Artikel vor dem Nomen.
Ich sehe den Mann.
→ direktes Objekt = Akkusativ
Ich helfe dem Mann.
→ Person, der man hilft = Dativ
Ich helfe den Mann.
→ Falsch: helfen verlangt den Dativ.
Das Nomen ist dasselbe: Mann. Nur ein Buchstabe ändert sich: den → dem. Das ganze Fallsystem spielt sich in dieser Größe ab – deshalb überhört man es so leicht, und deshalb fällt es dir nach etwas Übung auch nicht mehr aus.
| Frage | Fall | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Wer? / Was? | Nominativ | Subjekt | Der Mann kommt. |
| Wen? / Was? | Akkusativ | direktes Objekt | Ich sehe den Mann. |
| Wem? | Dativ | indirektes Objekt | Ich helfe dem Mann. |
Stell dem Verb beim Bauen des Satzes diese Frage. Sobald du die Antwort hast, ist auch der Artikel klar.
Die Frage-Methode hilft meistens, aber nicht zu 100 %. Wo sie dich in die Irre führt, steht im letzten Abschnitt – überspring ihn nicht.
Die Haupt-Tabelle – das Einzige, was du speichern musst
Die Tabelle unten ist das ganze deutsche Fallsystem. Sie sieht lang aus, enthält aber nur vier Formen: -r · -n · -m · -e. Wenn du sie einmal verstanden hast, bekommen ein · kein · mein · dein · dieser alle dieselben Endungen.
| Wort | Nominativ (wer?) | Akkusativ (wen?) | Dativ (wem?) |
|---|---|---|---|
| der Mann – maskulin | der Mann | den Mann | dem Mann |
| die Frau – feminin | die Frau | die Frau | der Frau |
| das Kind – Neutrum | das Kind | das Kind | dem Kind |
| die Kinder – Plural | die Kinder | die Kinder | den Kindern |
| ein Mann | ein Mann | einen Mann | einem Mann |
| eine Frau | eine Frau | eine Frau | einer Frau |
| ein Kind | ein Kind | ein Kind | einem Kind |
| kein Bruder | kein Bruder | keinen Bruder | keinem Bruder |
| Wort | Nominativ (wer?) | Akkusativ (wen?) | Dativ (wem?) |
|---|---|---|---|
| keine Kinder – Plural | keine Kinder | keine Kinder | keinen Kindern |
| mein Vater | mein Vater | meinen Vater | meinem Vater |
| meine Mutter | meine Mutter | meine Mutter | meiner Mutter |
| mein Auto | mein Auto | mein Auto | meinem Auto |
| meine Eltern – Plural | meine Eltern | meine Eltern | meinen Eltern |
| dieser Mann | dieser Mann | diesen Mann | diesem Mann |
| diese Frau | diese Frau | diese Frau | dieser Frau |
| dieses Buch | dieses Buch | dieses Buch | diesem Buch |
Die fetten Buchstaben zeigen, was sich ändert. Achte beim Dativ von meine Eltern auf Folgendes: Es kommt kein zusätzliches -n dazu, weil das Wort schon auf -n endet.
Die Pronomen sind kein eigenes Thema – sie sind dieselbe Tabelle in Kurzform. Lern sie als Reihe: ich · mich · mir.
| Nominativ | Akkusativ | Dativ | Person |
|---|---|---|---|
| ich | mich | mir | 1. Person, Singular |
| du | dich | dir | 2. Person, Singular |
| er | ihn | ihm | 3. Person, maskulin |
| sie | sie | ihr | 3. Person, feminin |
| es | es | ihm | 3. Person, Neutrum |
| Nominativ | Akkusativ | Dativ | Person |
|---|---|---|---|
| wir | uns | uns | 1. Person, Plural |
| ihr | euch | euch | 2. Person, Plural |
| sie | sie | ihnen | 3. Person, Plural |
| Sie | Sie | Ihnen | Höflichkeitsform, immer groß |
ihr kommt zweimal vor: als Subjekt („ihr alle“) und als Dativ von „sie“ (feminin, Singular). Den Unterschied erkennst du am Verb – ihr kommt · ich helfe ihr.
Nicht auswendig lernen – schau, was sich NICHT ändert
Die Tabelle Zeile für Zeile auswendig zu lernen, ist verlorene Mühe. Von zwölf Zellen bewegen sich nur fünf. Der Rest bleibt, wie er ist.
Der Akkusativ hat nur eine Regel: Nur das Maskulinum ändert sich. der → den. Feminin, Neutrum und Plural bleiben unberührt.
Ich kaufe den Tisch.
→ maskulin: der wird zu den
Ich kaufe die Lampe.
→ feminin: bleibt gleich
Ich kaufe das Buch.
→ Neutrum: bleibt gleich
Im Akkusativ musst du also nur eines tun: Wenn das Wort der ist, sagst du den. Im Dativ ändern sich dagegen alle vier Formen, und es gibt zwei klassische Fallen.
Wenn du „der“ siehst, ist es nicht automatisch maskulin
Ich helfe der Frau.
→ der = feminin im Dativ
Ich helfe dem Frau.
→ Falsch: „dem“ gibt es nur für maskulin und Neutrum.
die Frau wird im Dativ zu der Frau. Dasselbe der ist maskulin im Nominativ und feminin im Dativ. Solche Überschneidungen sind im Deutschen normal – nicht die Form entscheidet, sondern die Aufgabe im Satz.
So unterscheidest du sie mit einer einzigen Frage: Wem? Wenn im Satz „wem“ gefragt ist, ist der Frau Dativ. Wenn „wer“ gefragt ist, ist es Nominativ: Der Mann kommt.
Im Plural Dativ musst du zwei Dinge tun
Ich spiele mit den Kindern.
→ Artikel den + -n am Nomen
Ich spiele mit den Kinder.
→ Halb fertig: Das Nomen braucht auch -n.
Der Plural im Dativ ist die Stelle in der Tabelle, an der sich auch das Nomen ändert: die Kinder → den Kindern, die Männer → den Männern, die Bücher → den Büchern.
Es gibt eine Ausnahme: Wörter, deren Plural schon auf -n oder -s endet, bekommen nichts dazu. Die Regel heißt also nicht „immer -n anhängen“, sondern „am Ende soll ein -n stehen“.
Ich fahre mit den Autos.
→ endet auf -s, nichts kommt dazu
Ich spreche mit den Frauen.
→ endet schon auf -n
Ehrlich gesagt: Das ist nicht die einzige Stelle, an der das Nomen eine Endung bekommt. Eine kleine Gruppe maskuliner Wörter, die n-Deklination, bekommt auch im Singular eine Endung – der Student → Ich helfe dem Studenten. · Ich sehe den Studenten. Dasselbe gilt für der Junge · der Kollege · der Nachbar · der Mensch. Es sind wenige Wörter und ein eigenes Thema – aber merk dir nicht „das Nomen ändert sich nie“.
Das Verb entscheidet – Verben mit Dativ
Die meisten deutschen Verben verlangen den Akkusativ. Aber eine überschaubare Gruppe verlangt hartnäckig den Dativ – und genau diese Verben benutzt man im Alltag am häufigsten. Wenn du diese Liste kennst, hast du schon die Hälfte des Themas geschafft.
| Verb | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| helfen | Unterstützung geben | Ich helfe dir. |
| danken | Dank sagen | Ich danke dem Lehrer. |
| gefallen | positiv wirken | Das Bild gefällt mir. |
| gehören | jemandes Besitz sein | Das Auto gehört meinem Bruder. |
| antworten | auf eine Frage reagieren | Antworte mir bitte. |
| passen | die richtige Größe oder Form haben | Die Hose passt mir nicht. |
| schmecken | guten Geschmack haben | Der Kaffee schmeckt mir. |
| folgen | hinterhergehen | Der Hund folgt dem Kind. |
| glauben | vertrauen (einer Person) | Ich glaube dir nicht. |
| Verb | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| vertrauen | sicher sein, dass jemand zuverlässig ist | Ich vertraue meiner Freundin. |
| gratulieren | Glückwünsche aussprechen | Wir gratulieren dir. |
| zuhören | aufmerksam hören | Hör mir zu. |
| wehtun | Schmerzen verursachen | Mein Kopf tut mir weh. |
| fehlen | nicht da sein · vermisst werden | Du fehlst mir. |
| schaden | negativ wirken | Rauchen schadet der Gesundheit. |
| ähneln | ähnlich sein | Er ähnelt seinem Vater. |
| begegnen | zufällig treffen | Ich bin ihm gestern begegnet. |
| gehorchen | tun, was jemand sagt | Das Kind gehorcht seiner Mutter. |
Das Gemeinsame: Im Dativ steht meistens eine Person – die Person, der man hilft, dankt, antwortet oder vertraut. Es gibt aber Ausnahmen: Bei gefallen · schmecken · fehlen · wehtun tut die Person nichts, sie erlebt nur, was passiert. Bei manchen Verben wie schaden ist der Dativ nicht einmal eine Person (der Gesundheit). Das ist also keine Regel, sondern eine Erinnerungshilfe für die Liste.
Manche Verben haben zwei Objekte gleichzeitig: eines für „wem“ (Dativ), eines für „was“ (Akkusativ). geben · schenken · zeigen · schicken · erklären · bringen · kaufen · empfehlen funktionieren immer so.
Ich gebe dem Mann das Buch.
→ erst „wem“, dann „was“
Er zeigt seiner Schwester die Fotos.
Bei zwei Nomen ist die Reihenfolge fest: erst Dativ, dann Akkusativ. Sobald aber ein Pronomen dazwischenkommt, ändert sich das – genau darum geht es im nächsten Abschnitt.
Das sagt dir keiner: Mit Pronomen dreht sich die Reihenfolge um
Im Unterricht lernt man „erst Dativ, dann Akkusativ“ – und dann hört es meistens auf. Diese Regel gilt aber nur, wenn beide Objekte Nomen sind. Sobald ein Pronomen im Spiel ist, ändert sich die Reihenfolge – und Muttersprachler hören das sofort.
Das Pronomen kommt immer zuerst; bei zwei Pronomen steht der Akkusativ vorn
Ich gebe dem Mann das Buch.
→ Zwei Nomen: erst der Dativ.
Ich gebe ihm das Buch.
→ Dativ-Pronomen: bleibt vorn.
Ich gebe es dem Mann.
→ Akkusativ-Pronomen: springt VOR das Nomen.
Ich gebe es ihm.
→ Zwei Pronomen: der Akkusativ steht vorn.
Ich gebe ihm es.
→ Falsch: Bei zwei Pronomen darf der Dativ nicht vorn stehen.
In zwei Sätzen: Das Pronomen steht vor dem Nomen; bei zwei Pronomen kommt der Akkusativ zuerst. Mehr nicht. Die Fälle bleiben gleich, nur ihre Plätze ändern sich.
Ab dem Tag, an dem du das richtig benutzt, klingst du nicht mehr wie ein Lehrbuch. Denn im Lehrbuch steht immer Ich gebe dem Mann das Buch; im Alltag sagt man Ich gebe es ihm.
Hinweis: Diese Reihenfolge gilt bei Verben mit zwei Objekten wie geben · zeigen · schicken · erklären · bringen · schenken. Bei Verben mit nur einem Objekt gibt es nichts zu ordnen.
Auch die Präposition entscheidet – in drei Gruppen
Steht im Satz eine Präposition, bestimmt nicht das Verb den Fall, sondern die Präposition. Es gibt drei Gruppen: Präpositionen mit immer Akkusativ, mit immer Dativ und solche, die je nach Situation wechseln.
| Präposition | Fall | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|---|
| durch | Akkusativ | Weg hindurch | Wir gehen durch den Park. |
| für | Akkusativ | Zweck · Empfänger | Das ist für meinen Vater. |
| gegen | Akkusativ | Gegner · Richtung | Ich bin gegen diesen Plan. |
| ohne | Akkusativ | nicht dabei | Ohne dich gehe ich nicht. |
| um | Akkusativ | rund herum · Uhrzeit | Wir sitzen um den Tisch. |
| bis | Akkusativ | zeitliche oder räumliche Grenze | Bis nächsten Montag. |
| aus | Dativ | Herkunft · von innen nach außen | Ich komme aus der Türkei. |
| Präposition | Fall | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|---|
| bei | Dativ | in der Nähe von · Ort | Ich wohne bei meiner Tante. |
| mit | Dativ | zusammen · Mittel | Ich fahre mit dem Bus. |
| nach | Dativ | zeitlich danach · Stadt oder Land | Nach der Arbeit gehe ich nach Hause. |
| seit | Dativ | Beginn bis jetzt | Ich lerne seit einem Jahr Deutsch. |
| von | Dativ | Herkunft · Besitz | Das ist ein Geschenk von meiner Mutter. |
| zu | Dativ | Ziel: Person oder Institution | Ich gehe zu meiner Schwester. |
| gegenüber | Dativ | auf der anderen Seite | Die Bank ist gegenüber dem Bahnhof. |
Bei diesen Präpositionen musst du nicht nachdenken – wo du mit siehst, steht Dativ, wo du für siehst, steht Akkusativ. Was das Verb will, spielt hier keine Rolle.
Die dritte Gruppe hat neun Mitglieder und heißt Wechselpräpositionen. Hier entscheidet eine einzige Frage über den Fall: wohin? (Bewegung zu einem Ziel) → Akkusativ · wo? (Ort, keine Bewegung) → Dativ.
| Präposition | wohin? → Akkusativ (Bewegung) | wo? → Dativ (Position) |
|---|---|---|
| an | Ich hänge das Bild an die Wand. | Das Bild hängt an der Wand. |
| auf | Ich lege das Buch auf den Tisch. | Das Buch liegt auf dem Tisch. |
| in | Ich gehe in die Küche. | Ich bin in der Küche. |
| hinter | Er stellt das Fahrrad hinter das Haus. | Das Fahrrad steht hinter dem Haus. |
| neben | Setz dich neben mich. | Er sitzt neben mir. |
| Präposition | wohin? → Akkusativ (Bewegung) | wo? → Dativ (Position) |
|---|---|---|
| über | Ich hänge die Lampe über den Tisch. | Die Lampe hängt über dem Tisch. |
| unter | Die Katze läuft unter das Bett. | Die Katze schläft unter dem Bett. |
| vor | Ich stelle den Stuhl vor das Fenster. | Der Stuhl steht vor dem Fenster. |
| zwischen | Ich setze mich zwischen die Kinder. | Ich sitze zwischen den Kindern. |
Frag nicht „Gibt es Bewegung?“ – achte auf das Verbpaar
Beim Sprechen hast du keine Zeit, dich zu fragen: „Gibt es gerade Bewegung?“ Das Deutsche hat dafür eine eigene Lösung: Die Verben zu diesen Präpositionen gibt es als Paare. Eines beschreibt die Bewegung, das andere die Position. Sobald du das Verb wählst, ergibt sich der Fall von selbst.
| Bewegungsverb → Akkusativ | Positionsverb → Dativ | Beispiel im Paar |
|---|---|---|
| stellen – senkrecht hinstellen | stehen – senkrecht stehen | Ich stelle die Flasche auf den Tisch. / Die Flasche steht auf dem Tisch. |
| legen – waagerecht hinlegen | liegen – waagerecht liegen | Ich lege das Handy auf das Bett. / Das Handy liegt auf dem Bett. |
| setzen – hinsetzen | sitzen – auf einem Sitz sein | Ich setze mich auf den Stuhl. / Ich sitze auf dem Stuhl. |
| hängen – aufhängen | hängen – aufgehängt sein | Ich hänge den Mantel in den Schrank. / Der Mantel hängt im Schrank. |
| stecken – hineinstecken | stecken – drinstecken | Ich stecke den Schlüssel in die Tasche. / Der Schlüssel steckt in der Tasche. |
hängen ist der Sonderfall: Der Infinitiv ist gleich, aber die Formen unterscheiden sich. Das Verb für „aufhängen“ ist regelmäßig (hängte · hat gehängt), das Verb für „hängen“ ist unregelmäßig (hing · hat gehangen).
Noch ein praktischer Hinweis: Präposition und Artikel verschmelzen sehr oft. Die getrennte Form ist nicht falsch, aber so spricht niemand.
| Getrennte Form | Verschmolzen | Beispiel |
|---|---|---|
| in dem | im | Ich bin im Kino. |
| in das | ins | Ich gehe ins Kino. |
| an dem | am | Wir sind am Bahnhof. |
| an das | ans | Wir fahren ans Meer. |
| zu dem | zum | Ich gehe zum Arzt. |
| Getrennte Form | Verschmolzen | Beispiel |
|---|---|---|
| zu der | zur | Ich gehe zur Schule. |
| bei dem | beim | Ich bin beim Arzt. |
| von dem | vom | Ich komme vom Markt. |
| für das | fürs | Danke fürs Essen. |
| um das | ums | Es geht ums Geld. |
Die Verschmelzung ist nicht Pflicht: Wenn du den Artikel betonen willst, lässt du ihn stehen. In dem Restaurant will ich nicht essen. – Du meinst ein ganz bestimmtes Restaurant. fürs · ums · aufs · durchs hört man eher in der Alltagssprache und in festen Wendungen.
Was du gerade gelernt hast
Ich antworte ___ Chef.
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dem. antworten ist ein Dativ-Verb. Achtung: Die Person, der du antwortest, steht im Dativ; die Frage, auf die du antwortest, kommt mit einer Präposition – Ich antworte auf die Frage.
Ich komme aus ___ Türkei.
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der. Zwei Dinge auf einmal: aus ist eine feste Dativ-Präposition, und die Türkei gehört zu den Ländern mit Artikel. Bei Ländern ohne Artikel steht die Präposition allein: Ich komme aus Deutschland.
Ich sehe ___ Mann.
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den. sehen verlangt den Akkusativ, und der Akkusativ ändert in der Tabelle nur eine Zelle: der → den. Wäre das Wort nicht maskulin, würde sich nichts ändern.
Wo die Frage-Methode nicht hilft – und was du ins Heft schreibst
Die Frage vom Anfang funktioniert meistens: „Wen?“ führt zum Akkusativ, „Wem?“ zum Dativ. Aber eben meistens. Bei einer Handvoll Verben stimmt dein Gefühl nicht. Wenn du daraus eine Regel machst, irrst du dich ständig.
| Beispiel | Fall | Bedeutung | Warum ein Stolperstein |
|---|---|---|---|
| Ich frage dich. | Akkusativ | eine Frage stellen | Man „stellt jemandem eine Frage“ (Dativ) – aber fragen verlangt den Akkusativ |
| Ich folge dir. | Dativ | hinterhergehen | Man „verfolgt jemanden“ (Akkusativ) – aber folgen verlangt den Dativ |
| Ich gratuliere dir. | Dativ | Glückwünsche sagen | Die Person steht im Dativ, obwohl es wie ein direktes Objekt wirkt |
| Ich höre dir zu. | Dativ | aufmerksam hören | hören verlangt den Akkusativ, zuhören aber den Dativ |
| Ich unterstütze dich. | Akkusativ | helfen · stärken | Bedeutet fast dasselbe wie helfen, verlangt aber den Akkusativ |
| Du fehlst mir. | Dativ | vermisst werden | Sogar das Subjekt wechselt: Wer vermisst wird („du“), ist das Subjekt; wer vermisst („mir“), steht im Dativ |
| Das gefällt mir. | Dativ | positiv wirken | Das Subjekt ist „das“; die Person, der es gefällt, steht im Dativ |
Lern diese sieben Sätze nicht als Regel, sondern als feste Muster. Es sind wenige, in einer Woche sitzen sie.
Für alles andere gibt es eine praktische Faustregel: Verben mit Dativ sind eine begrenzte Liste. Im Wörterbuch stehen rund vierzig, im Alltag brauchst du kaum mehr als die achtzehn von oben. Lern sie, und für jedes andere Verb ist dein Standard der Akkusativ.
Das ist eine Abkürzung, kein Gesetz. Sie stimmt nicht zu 100 %, führt dich im Alltag aber fast nie in die Irre – und wenn du unsicher bist, steht im Wörterbuch der Fall gleich beim Verb: helfen +D, sehen +A.
Dein Vokabelheft ist bei diesem Thema das Einzige, was zählt. Solange du das Verb nur allein aufschreibst, musst du in jedem Satz neu rechnen.
- Falscher Eintrag: nur helfen aufschreiben
- Richtiger Eintrag: helfen + Dativ – Ich helfe meiner Mutter.
- Falscher Eintrag: nur Tisch aufschreiben
- Richtiger Eintrag: der Tisch – Ich stelle das Glas auf den Tisch.
Ein Eintrag mit drei Feldern: Verb + Fall + ein Satz aus deinem eigenen Leben. Der Beispielsatz soll deiner sein. Ein Satz aus dem Buch bleibt nicht hängen, ein Satz über deine eigene Mutter schon.
- Heute: Wähle 5 der 18 Dativ-Verben von oben aus und schreib zu jedem einen Satz aus deinem Leben.
- Diese Woche: Prüfe in jedem Satz, den du sagst, nur die maskulinen Wörter – nur sie ändern sich im Akkusativ.
- Nächste Woche: Übe die Paare wohin / wo. Bilde für fünf Gegenstände in deinem Zimmer je zwei Sätze: wohin du sie legst und wo sie liegen.
Die Fälle sitzen nicht durch „Lernen“, sondern durch ständiges Hören. Versteh die Tabelle einmal, dann klapp sie zu. Die eigentliche Arbeit passiert beim Sprechen.
Bau den Satz selbst
Tipp die Wörter an und bring sie in die richtige Reihenfolge. Das ist der schwierigste Teil im Deutschen – und es gibt keine Auswahl: Du baust den Satz.
-
Wörter antippen
-
Wörter antippen
-
Wörter antippen
Vor dem Test wissen
Der Kern des Themas in drei Zeilen, darunter die häufigsten Fehler.
- Finde die eine Zelle, die sich ändert
Der Akkusativ ändert in der Tabelle nur eine Sache: der → den. Feminin, Neutrum und Plural bleiben gleich. Der Dativ ändert dagegen alle vier.
der → den · die → die · das → das
- Nicht das Nomen entscheidet, sondern das Wort davor
Das Verb oder die Präposition wählt den Fall. Verben mit Dativ sind eine begrenzte Liste – im Alltag nicht mehr als achtzehn; bei jedem anderen Verb ist dein Standard der Akkusativ.
helfen +D · sehen +A · mit +D · für +A
- Bei Wechselpräpositionen stell die Frage
Neun Präpositionen haben zwei Gesichter. Bei wohin? (Ziel) steht der Akkusativ, bei wo? (Ort) der Dativ. Achte auf das Verbpaar: hinlegen/hingehen oder liegen/sein.
auf den Tisch (wohin?) · auf dem Tisch (wo?)
Ich helfe den Mann.
Ich helfe dem Mann.
helfen verlangt den Dativ.
Ich frage dem Lehrer.
Ich frage den Lehrer.
Man „stellt dem Lehrer eine Frage“, aber fragen verlangt den Akkusativ. Genau hier hilft die Frage-Methode nicht.
mit den Kinder
mit den Kindern
Im Plural Dativ tust du zwei Dinge: Der Artikel wird den und das Nomen bekommt ein -n.
Ich gehe in dem Kino.
Ich gehe ins Kino.
gehen fragt nach dem Ziel → wohin? → Akkusativ. in dem beschreibt einen Ort, keine Bewegung.
Teste dich
Tipp auf eine Antwort – dann schauen wir gemeinsam, warum sie stimmt.
Ich sehe Mann.
Ich helfe Frau.
Ich fahre mit Bus.
Ich kaufe ein Geschenk für Kind.
Das Buch gehört Lehrer.
Wir gehen in Kino.
Übung geschafft – –
Um das Thema abzuschließen, mach den ganzen Test: Mit 60 % ist es auf deinem Niveau-Weg als erledigt markiert.
0/6 · Fragen beantwortet
Akkusativ & Dativ – Taschenkarte
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Pronomen
mich oder mir?
Pronomen sind Wörter, die ein Nomen ersetzen und je nach Kasus ihre Form ändern: mich (Akkusativ), mir (Dativ).
der · die · das
den Artikel an der Endung erkennen
Artikel sind Begleiter des Nomens: Sie zeigen Genus, Numerus und Kasus (der, die, das, ein, eine).
Verb + Präposition
Ich warte auf dich
Verben mit Präpositionen sind Verben, die fest mit einer bestimmten Präposition verbunden sind: Ich warte auf dich.
bei
bei mir · beim Arzt
bei ist eine Präposition, die immer den Dativ verlangt: bei mir, beim Arzt, bei der Arbeit.
für
für dich · für zwei Wochen
für ist eine Präposition, die immer den Akkusativ verlangt: für dich, für zwei Wochen.