Genau
Thementest · A1

Modalverben Test

22Fragen
13Minuten
60 %Bestehensgrenze

Eine Frage nach der anderen, die Zeit läuft. Die Lösungen bleiben wie in der Prüfung verdeckt: Am Ende siehst du alle mit Erklärung. Mit 60 % ist das Thema abgeschlossen.

Thementest

22 Fragen, von leicht bis schwer

Wähl eine Antwort und drück «Weiter». Du kannst zurückgehen und ändern. Was leer bleibt, zählt als falsch.

Ich gut Deutsch sprechen.

kann. Beim Modalverb bekommt ich keine Endung – ich kanne gibt es nicht. ich und er sind gleich.

Du musst nicht kommen. Was bedeutet das?

Kommen ist nicht nötig. Ein Verbot wäre Du darfst nicht kommen. nicht müssen = Freiheit, nicht dürfen = Verbot.

Du bestellst im Café einen Tee. Welcher Satz passt am besten?

Ich möchte … Bei Bestellungen und Bitten nimmt man möchten. wollen klingt hart, und mögen heißt „gernhaben“ – das ist keine Bestellung.

Gestern ich arbeiten. (müssen)

musste. Modalverben stehen in der Vergangenheit im Präteritum, auch beim Sprechen: musste · konnte · durfte · wollte. Der Umlaut fällt weg, -te kommt dazu. müsste ist dagegen Konjunktiv.

In welchem Satz ist die Wortstellung richtig?

Ich kann heute nicht kommen. Der Infinitiv steht ganz am Ende, nicht direkt davor, die Zeitangabe (heute) steht weiter vorn.

du mir helfen?

Kannst. Nur ich und er/sie/es bekommen keine Endung. du bekommt wie bei normalen Verben -st. Der Stammvokal bleibt im Singular a.

Hier man nicht rauchen. (Verbotsschild)

darf. Das Verb für ein Verbot ist dürfen. man steht mit der 3. Person Singular: darf, nicht darfst. Im Alltag hört man auch Hier kann man nicht rauchen; die Sprache des Schildes ist darf.

Wir morgen früh aufstehen.

müssen. Im Plural kommt der Umlaut zurück: im Singular muss, im Plural müssen. müsst gehört zu ihr.

Ich muss heute . (arbeiten)

arbeiten. Das Verb am Ende wird nicht konjugiert, es bleibt im Infinitiv und hat kein zu vor sich.

Der Arzt sagt, ich mehr Wasser trinken.

soll. sollen drückt nicht deinen Wunsch aus, sondern den Wunsch eines anderen: Arzt, Chef, Mutter. Mit will würdest du selbst mehr Wasser trinken wollen.

Er sehr gut kochen. (können)

kann. er bleibt wie ich ohne Endung – bei normalen Verben hängst du -t an (er kocht), hier hängst du nichts an.

Als Kind ich nicht schwimmen. (können · Vergangenheit)

konnte. Der Umlaut fällt weg: können → konnte. könnte (mit Umlaut) ist etwas ganz anderes – Konjunktiv.

Ich Schokolade. (= gernhaben · ohne zweites Verb am Ende)

mag. mögen drückt Vorliebe aus und steht allein, ohne Infinitiv. Mit möchte hieße der Satz „Ich hätte jetzt gern Schokolade“ – das ist Wollen, nicht Gernhaben.

Wo steht nicht – welcher Satz ist richtig? (Parkverbot)

Ich darf hier nicht parken. nicht steht direkt vor dem Infinitiv. Die zweite Möglichkeit kann man auch bilden, aber die Bedeutung ändert sich: „nicht hier, sondern woanders“ – der Ort ist betont, nicht die Handlung.

Ihr jetzt gehen.

dürft. Es ist Plural, deshalb kommt der Umlaut zurück; es ist ihr, deshalb die Endung -t. dürfen gehört zu wir und sie.

Ich dich gestern anrufen, aber mein Handy war kaputt.

wollte. Die zweite Satzhälfte steht in der Vergangenheit (war), also muss es die erste auch. wollen hat keinen Umlaut, es bekommt nur -te.

Du nicht kommen. (Kommen ist verboten.)

darfst. Das Zwillingspaar der Frage oben, von der anderen Seite: Ein Verbot sagt man mit nicht dürfen. Mit Du musst nicht kommen würdest du genau das Gegenteil sagen – „Du musst nicht kommen, aber du kannst.“

Ich muss zu arbeiten. – Was ist der Fehler in diesem Satz?

Nach dem Modalverb steht kein zu. zu + Infinitiv ist eine andere Struktur: Ich habe keine Zeit zu arbeiten. Dort gibt es kein Modalverb, deshalb braucht man zu.

Was ist der Unterschied zwischen Ich möchte und Ich will?

Unterschied im Ton. Der Form nach ist möchte der Konjunktiv von mögen – und im Deutschen bedeutet der Konjunktiv Höflichkeit. An der Kasse klingt Ich will eine Tüte nicht wie eine Bitte, sondern wie „Ich will eine Tüte, sofort“.

Warum bildet man die Vergangenheit eines Modalverbs nicht mit dem Perfekt?

Im Alltag benutzt man das Präteritum. Die Partizipien gibt es (gekonnt · gemusst), aber man hört sie fast nie. Das Präteritum ist meistens Schriftsprache; Modalverben und sein/haben sind die Ausnahme – sie benutzt man auch beim Sprechen.

In einem Satz mit Modalverb geht das Hauptverb immer konjugiert ans Satzende.

Falsch. Das Hauptverb geht ans Satzende, wird aber nicht konjugiert. Es bleibt im Infinitiv (-en).

Bilde einen Satz mit müssen: heute · Deutsch · lernen · ich

Tipp die Teile an und bau den Satz

Das Modalverb (müssen) wird nach dem Subjekt konjugiert und steht an zweiter Stelle, die eigentliche Handlung (lernen) geht als Infinitiv ganz ans Ende.
Kurzregeln

Die Regeln in drei Zeilen

Das ganze Thema steht auf einer eigenen Seite. Hier ist nur der Kern, den du für den Test brauchst.

  1. ich und er sind gleich

    Beim Modalverb bekommen die 1. und 3. Person Singular keine Endung – ich kanne gibt es nicht. Im Plural kehrt der Stammvokal zur Grundform zurück.

    ich kann · er kann · wir können

  2. Der Infinitiv wartet ganz am Ende

    Das konjugierte Modalverb steht an zweiter Stelle, das Hauptverb geht als Infinitiv ans Satzende. Alles dazwischen steht zwischen den beiden, und nach dem Modalverb steht kein zu.

    Ich muss heute früh aufstehen.

  3. Die Vergangenheit spricht man im Präteritum

    Das Perfekt der Modalverben gibt es auf dem Papier, aber im Alltag bildet es kaum jemand. Der Umlaut fällt weg, -te kommt dazu.

    ich musste · ich konnte · ich wollte

Stolperfallen

Oft verwechselt

Hier passieren die typischen Fehler. Die schweren Fragen kommen genau von hier.

  • Ich kanne Deutsch.

    Ich kann Deutsch.

    Gewohnheit von normalen Verben: Man hängt -e an wie bei ich mache. Beim Modalverb bleibt ich ohne Endung.

  • Du musst nicht kommen. = „Kommen ist verboten“

    Du darfst nicht kommen. = „Kommen ist verboten“

    nicht müssen heißt: kein Zwang, kein Verbot. Ein Verbot sagt man mit nicht dürfen.

  • Ich muss zu arbeiten.

    Ich muss arbeiten.

    Nach vielen anderen Verben steht zu vor dem Infinitiv. Nach einem Modalverb steht der Infinitiv ohne zu.

  • Ich habe nicht kommen gekonnt.

    Ich konnte nicht kommen.

    Grammatisch nicht falsch, aber so spricht niemand. Die Vergangenheit des Modalverbs ist das Präteritum.