Genau
Thementest · A1

Trennbare Verben Test

22Fragen
13Minuten
60 %Bestehensgrenze

Eine Frage nach der anderen, die Zeit läuft. Die Lösungen bleiben wie in der Prüfung verdeckt: Am Ende siehst du alle mit Erklärung. Mit 60 % ist das Thema abgeschlossen.

Thementest

22 Fragen, von leicht bis schwer

Wähl eine Antwort und drück «Weiter». Du kannst zurückgehen und ändern. Was leer bleibt, zählt als falsch.

Ich dich morgen ___ . (anrufen)

rufe … an. Der konjugierte Teil steht an zweiter Stelle, die Vorsilbe am Satzende. Alles dazwischen (dich morgen) steht in der Klammer.

Welcher Satz ist richtig?

Ich muss dich anrufen. Mit einem Modalverb wird das Hauptverb nicht konjugiert – ein Verb, das nicht konjugiert wird, trennt sich nicht und geht als Infinitiv ganz ans Ende. Nach einem Modalverb steht auch kein zu.

Perfekt: früh ___ . (aufstehen)

Ich bin früh aufgestanden. Es schiebt sich -ge- dazwischen, und wegen der Bewegung bzw. Zustandsveränderung ist das Hilfsverb sein.

…, weil ich um 6 . (aufstehen)

aufstehe. Im Nebensatz geht das konjugierte Verb ans Ende, und die Vorsilbe verbindet sich mit ihm – weil ich um 6 aufstehe.

Welches Verb ist untrennbar?

verstehen. ver- ist eine Silbe ohne eigene Bedeutung, und die Betonung liegt auf dem Stamm (ver·STE·hen). Die Vorsilbe eines trennbaren Verbs ist immer betont.

Der Zug um acht ___ . (abfahren)

fährt … ab. Während die Vorsilbe ans Ende geht, wird der Stamm ganz normal konjugiert: fahren → er fährt. Beides passiert gleichzeitig, eins hebt das andere nicht auf.

Wann du ___ ? (ankommen)

kommst … an. Im Fragesatz ändert sich die Regel nicht: Das Fragewort steht vorn, direkt dahinter das konjugierte Verb, die Vorsilbe wieder ganz am Ende.

Welches Verb ist trennbar?

mitbringen. mit ist ein Wort mit eigener Bedeutung – „zusammen“. Trennbare Vorsilben sind meist Präpositionen und tragen die Betonung. Bei den anderen drei ist die Vorsilbe eine Silbe ohne Bedeutung.

Ich habe die Tür . (zumachen)

zugemacht. Die Teile stehen immer in derselben Reihenfolge: Vorsilbe + ge + Stamm + t. Hier gibt es ein Objekt (die Tür), deshalb ist das Hilfsverb haben.

Ich jeden Samstag ein. (einkaufen)

kaufe. Die Vorsilbe steht schon am Satzende; gefragt ist der konjugierte Teil. Die Wörterbuchform ist einkaufen, aber im Hauptsatz wird das Verb geteilt.

Ich weiß nicht, wann der Film . (anfangen)

anfängt. Es ist ein Nebensatz, also geht das Verb ans Ende und die Vorsilbe verbindet sich mit ihm. Der Stamm wird trotzdem konjugiert: fangen → er fängt, also anfängt.

Welcher Satz ist richtig? (aufräumen · Modalverb)

Ich muss mein Zimmer aufräumen. Zwei Regeln zusammen: Mit einem Modalverb bleibt das Hauptverb im Infinitiv (trennt sich nicht) und der Infinitiv steht ganz am Ende – das Objekt steht davor.

Ich habe vergessen, dich . (anrufen · zu)

anzurufen. Auch zu schiebt sich, genau wie ge, dazwischen: an + zu + rufen. Bei untrennbaren Verben bleibt es vorn: zu verstehen.

Ich dich ___ , wenn ich Zeit habe. (mitnehmen)

nehme … mit. Die erste Satzhälfte ist ein Hauptsatz, deshalb wird das Verb geteilt. Die zweite Hälfte (wenn ich Zeit habe) ist ein Nebensatz, dort geht das Verb ans Ende – zwei Regeln arbeiten im selben Satz nebeneinander.

Er ist gestern . (ausgehen)

ausgegangen. Unregelmäßiger Stamm (gehen → gegangen) + trennbare Vorsilbe: aus kommt nach vorn, ge bleibt in der Mitte. Wegen des Ortswechsels ist es ist.

Welches Verb ist untrennbar?

wiederholen. Ein Beispiel, das wie eine Ausnahme aussieht: wieder ist ein eigenes Wort, aber hier liegt die Betonung auf dem Stamm (wieder·HO·len), und das Verb trennt sich nicht. Entscheidend ist nicht, was die Vorsilbe ist, sondern wo die Betonung liegt.

Ich um sieben ___ . (aufwachen)

wache … auf. Wenn die Vorsilbe ans Ende geht, bedeutet das übrig gebliebene wachen allein nicht dasselbe; der Teil, der die Bedeutung vervollständigt, wartet am Satzende. Deshalb musst du einen deutschen Satz bis zum Schluss anhören.

übersetzen sind zwei verschiedene Verben – was macht den Unterschied?

Die Betonung entscheidet. Über·setzen ist trennbar – mit dem Boot ans andere Ufer bringen. über·SET·zen ist untrennbar – einen Text übersetzen. Dieselben Buchstaben, zwei Verben; den Unterschied hört nur das Ohr.

Im Wörterbuch steht anrufen. Warum heißt es im Satz rufe … an?

Das Wörterbuch nennt den Infinitiv. Du schreibst anrufen ins Vokabelheft, aber so hörst du es beim Sprechen nie. Schreib immer einen Beispielsatz dazu – Ich rufe dich an. –, sonst denkst du beim Sprechen nicht mehr an die Trennung.

Hast du das Licht ? (ausmachen · Perfekt)

ausgemacht. Dass es ein Fragesatz ist, ändert nichts: Das Partizip steht wieder ganz am Ende, ge wieder in der Mitte. Es ist ein regelmäßiges Verb, deshalb endet es auf -t, nicht auf -en.

Der Satz „Ich einkaufe im Supermarkt.“ ist richtig.

Falsch. einkaufen ist ein trennbares Verb. Der Stamm wird konjugiert und steht an zweiter Stelle, die Vorsilbe (ein) muss ganz ans Satzende: Ich kaufe im Supermarkt ein.

Bilde einen Satz im Präsens: anmachen · den Fernseher · ich

Tipp die Teile an und bau den Satz

anmachen ist ein trennbares Verb. Das konjugierte Verb steht an zweiter Stelle, die Vorsilbe an geht ans Satzende.
Kurzregeln

Die Regeln in drei Zeilen

Das ganze Thema steht auf einer eigenen Seite. Hier ist nur der Kern, den du für den Test brauchst.

  1. Im Hauptsatz wird das Verb geteilt

    Der konjugierte Teil steht an zweiter Stelle, die Vorsilbe geht ans Satzende. Alles dazwischen – Objekt, Zeit, Ort – steht in der Mitte zwischen beiden.

    Ich rufe dich morgen an.

  2. Ein Verb, das nicht konjugiert wird, trennt sich nicht

    Nach einem Modalverb oder mit zu bleibt das Verb im Infinitiv – ganz, als ein Wort. Auch im Nebensatz geht das Verb ans Ende, deshalb verbindet sich die Vorsilbe mit ihm.

    Ich muss dich anrufen. · …, weil ich aufstehe.

  3. Die Betonung sagt, was sich trennt

    Ist die Vorsilbe betont, trennt sie sich (AN·rufen). Liegt die Betonung auf dem Stamm, trennt sie sich nicht (ver·STE·hen). Die untrennbaren sind überschaubar: be- · ge- · er- · ver- · zer- · ent- · emp- · miss-.

    aufstehen ↔ verstehen

Stolperfallen

Oft verwechselt

Hier passieren die typischen Fehler. Die schweren Fragen kommen genau von hier.

  • Ich anrufe dich morgen.

    Ich rufe dich morgen an.

    Im Hauptsatz bleibt das Verb nicht ganz. Die Form im Wörterbuch ist anrufen, nicht die gesprochene Form.

  • Ich muss dich rufe an.

    Ich muss dich anrufen.

    Mit einem Modalverb wird das Hauptverb nicht konjugiert; ein Verb, das nicht konjugiert wird, trennt sich nicht.

  • Ich habe geaufstanden.

    Ich bin aufgestanden.

    Zwei Fehler auf einmal: ge steht nicht vorn, sondern in der Mitte, und wegen der Zustandsveränderung ist das Hilfsverb sein.

  • …, weil ich um sechs stehe auf.

    …, weil ich um sechs aufstehe.

    Im Nebensatz geht das konjugierte Verb ans Ende – die Vorsilbe findet es dort und verbindet sich mit ihm.