die Präposition ohne
die Präposition ohne
ohne ist eine Präposition, die immer den Akkusativ verlangt: ohne dich, ohne Zucker.
Viele vergessen: ohne verlangt immer den Akkusativ. Sie benutzen den Dativ. Auch die Regel zum Nullartikel („gar kein …“, also ohne Artikel) macht oft Probleme.
ohne verlangt immer den Akkusativ – ohne mich/dich/ihn
ohne verlangt immer den Akkusativ. Es gibt keine Ausnahme. Die Pronomen stehen im Akkusativ: mich, dich, ihn, sie, es, uns, euch, sie/Sie. Die Dativ-Formen (mir, dir, ihm usw.) benutzt du nie.
Du willst sagen, dass jemand oder etwas fehlt? Dann steht nach ohne ein Objekt im Akkusativ. Beispiel: Ich gehe ohne dich.
| Person | Nominativ | Akkusativ (ohne +) |
|---|---|---|
| ich | ich | ohne mich |
| du | du | ohne dich |
| er | er | ohne ihn |
| sie | sie | ohne sie |
| es | es | ohne es |
| wir | wir | ohne uns |
| ihr | ihr | ohne euch |
| sie/Sie | sie/Sie | ohne sie / ohne Sie |
Alle Pronomen stehen im Akkusativ. Kein Pronomen ist eine Ausnahme.
Nach ohne fällt der Artikel oft WEG: ohne Auto, ohne Geld, ohne Zucker
Mit ohne meinst du oft „gar kein“ oder „nicht enthalten“, also etwas Allgemeines. Dann steht kein Artikel (der, die, das, ein, eine). Das nennt man Nullartikel. Das gilt besonders bei Stoffen und nicht zählbaren Wörtern (Wasser, Zucker, Geld), abstrakten Wörtern (Zeit, Angst) und im Plural (Autos).
Meinst du eine bestimmte Sache (zum Beispiel „ohne das Auto“, „ohne dein Geld“), dann steht ein Artikel oder ein Possessivartikel (mein, dein, der, den).
| Ohne Artikel (allgemein / „gar kein“) | Mit Artikel (bestimmt / „das, dieses, dein …“) |
|---|---|
| ohne Auto (irgendein Auto fehlt) | ohne das Auto (ein bestimmtes Auto fehlt) |
| ohne Geld (gar kein Geld) | ohne mein Geld (mein Geld fehlt) |
| ohne Zucker (kein Zucker enthalten) | ohne den Zucker (ein bestimmter Zucker fehlt) |
| ohne Probleme (gar keine Probleme) | ohne diese Probleme (bestimmte Probleme fehlen) |
Die Regel ist einfach: „irgendein / gar kein“ – schreib keinen Artikel. „Dieses eine, bestimmte“ – schreib den Artikel.
- Ohne mich geht es nicht. Pronomen + Akkusativ
- Kaffee ohne Zucker. Nullartikel (Stoffe)
- Wir fangen ohne den Chef an. bestimmte Person + Artikel
- Sie reist ohne ihr Handy. Possessivartikel (ihr) + Akkusativ
- Er ging, ohne zu grüßen. ohne ... zu + Infinitiv
- Er ging, ohne dass ihn jemand sah. → anderes Subjekt im Nebensatz ohne dass + Nebensatz
mit und ohne sind Gegensätze, aber sie haben verschiedene KASUS
Von der Bedeutung her sind mit und ohne genau das Gegenteil. Beim Kasus ist es aber anders: mit verlangt immer den Dativ, ohne verlangt immer den Akkusativ. Deshalb machen viele Lernende hier Fehler.
Das Gegenteil sieht gleich aus, aber die Form ist anders: mit dir (Dativ), aber ohne dich (Akkusativ). *ohne dir ist immer falsch.
| Präposition | Kasus | Beispiel (du) | Beispiel (ich) |
|---|---|---|---|
| mit | Dativ | mit dir | mit mir |
| ohne | Akkusativ | ohne dich | ohne mich |
Suche keine Logik dahinter. Merk dir einfach: „mit = Dativ, ohne = Akkusativ“.
Die Struktur „ohne ... zu“: Er ging, ohne etwas zu sagen
Mit ohne ... zu bildest du eine Infinitivgruppe. Sie bedeutet: „und tut etwas nicht“. Du benutzt sie, wenn das Subjekt im Hauptsatz und in der zu-Gruppe dasselbe ist. Das zu steht am Ende direkt vor dem Verb (bei trennbaren Verben zwischen Vorsilbe und Verbstamm: anzuklopfen).
Beispiel: Er ging, ohne ein Wort zu sagen. Hat der zweite Teil ein anderes Subjekt (Er ging, ohne dass sie es merkte.), dann bildest du ohne dass + einen ganzen Satz.
| Beispiel | Gleiche Bedeutung |
|---|---|
| Er ging, ohne ein Wort zu sagen. | Er sagte kein Wort. |
| Sie verließ das Haus, ohne sich umzudrehen. | Sie drehte sich nicht um. |
| Wir aßen, ohne zu sprechen. | Wir sprachen nicht. |
| Er öffnete die Tür, ohne anzuklopfen. | Er klopfte nicht an. |
Gleiches Subjekt in beiden Teilen: „ohne ... zu“. Anderes Subjekt: „ohne dass“.
Fallen
Falle 1: *ohne dir (Dativ benutzen)
mit verlangt den Dativ. Viele übertragen das automatisch auf ohne. Aber ohne verlangt immer den Akkusativ.
*Ich fahre ohne dir.
→ „dir“ ist Dativ. „ohne“ verlangt Akkusativ.
Ich fahre ohne dich.
→ „dich“ ist Akkusativ.
Falle 2: unnötiger Artikel bei allgemeinen Wörtern (*ohne das Wasser)
Wenn etwas allgemein fehlt („ohne Wasser“, „ohne Geld“, „ohne Zucker“), steht kein Artikel. Man sagt Wasser, nicht das Wasser.
Ich trinke Kaffee *ohne den Zucker.
→ „Zucker“ fehlt allgemein. Der Artikel ist nicht nötig.
Ich trinke Kaffee ohne Zucker.
→ Nullartikel (ohne Artikel)
Das Subjekt bei ohne … zu wechseln
ohne … zu geht nur, wenn beide Teile dasselbe Subjekt haben. Wechselt das Subjekt, brauchst du ohne dass.
Ich ging, ohne er es merkte.
→ Subjekt wechselt: ohne dass
Ich ging, ohne dass er es merkte.
Was du gerade gelernt hast
Ich gehe ohne ___ . (du)
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dich. Die Präposition ohne verlangt immer den Akkusativ, ohne Ausnahme. Deshalb wird du zu dich.
Der Satz „Ich trinke Kaffee ohne dem Zucker.“ ist richtig.
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Falsch. ohne beschreibt hier ein allgemeines Fehlen, deshalb steht kein Artikel. Richtig ist: ohne Zucker. Außerdem steht nach ohne nie der Dativ.
Du bestellst einen Tee. Er soll keinen Zucker enthalten. Was sagst du?
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Tee ohne Zucker ist richtig. „Ohne Zucker“ ist ein allgemeines Fehlen (Nullartikel). Deshalb steht kein Artikel. ohne den Zucker sagst du nur, wenn du einen bestimmten Zucker meinst (zum Beispiel den Zucker auf dem Tisch). ohne der Zucker geht nie, denn ohne verlangt den Akkusativ.
Die anderen Präpositionen mit Akkusativ
Bau den Satz selbst
Tipp die Wörter an und bring sie in die richtige Reihenfolge. Das ist der schwierigste Teil im Deutschen – und es gibt keine Auswahl: Du baust den Satz.
-
Wörter antippen
-
Wörter antippen
-
Wörter antippen
Vor dem Test wissen
Der Kern des Themas in drei Zeilen, darunter die häufigsten Fehler.
- ohne immer mit Akkusativ
ohne meinen Bruder · ohne dich · ohne das Auto – ohne Ausnahme.
Geh nicht ohne mich!
- Mit einem Nomen allein: Der Artikel fällt weg
ohne Zucker · ohne Geld · ohne Löffel – bei einem allgemeinen „ohne“ steht kein Artikel.
Tee ohne Zucker
- ohne … zu = „und tut etwas nicht“
Dieselbe Person tut etwas nicht: ohne zu fragen (sie fragt nicht) · ohne auf dich zu warten (sie wartet nicht auf dich).
Er ging, ohne Tschüss zu sagen.
- Das Gegenteil ist mit
Das Paar für Bestellung und Rezept: mit oder ohne Sahne?
mit ↔ ohne
ohne meinem Bruder
ohne meinen Bruder
ohne verlangt nie den Dativ.
ohne dem Zucker
ohne Zucker
Bei einem allgemeinen „ohne“ steht auch kein Artikel.
Er ging, ohne sagen Tschüss.
Er ging, ohne Tschüss zu sagen.
ohne mit Infinitiv braucht zu, und das Verb steht am Ende.
Ohne dich ich gehe nicht.
Ohne dich gehe ich nicht.
Die Gruppe am Anfang ist Position 1. Das Verb steht an Position 2.
Teste dich
Tipp auf eine Antwort – dann schauen wir gemeinsam, warum sie stimmt.
Welche Form passt? Ich schaffe das nicht Hilfe. (Ich brauche ihn.)
Wähle den richtigen Satz. Du sagst zu einem Freund: Bitte geh nicht allein weg, ich will dabei sein.
Du bestellst einen Tee. Er soll keinen Zucker enthalten. Was sagst du?
Ergänze den Satz: Er ist nach Hause gegangen, Tschüss zu sagen.
Er hat keinen Löffel für die Suppe. Wie sagst du das? Er isst die Suppe …
Ergänze mit ohne ... zu. Bedeutung: Wir haben nicht auf dich gewartet. Wir aßen, .
Übung geschafft – –
Um das Thema abzuschließen, mach den ganzen Test: Mit 60 % ist es auf deinem Niveau-Weg als erledigt markiert.
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