Genau

Reflexwörter im Gespräch: Genau, Echt?, Na ja…

Gesprächspartikeln

Reflexwörter sind Reaktionen aus einem Wort, die man im Gespräch ohne ganzen Satz gibt: Genau bei Zustimmung, Echt? bei Überraschung, Kein Ding auf ein Danke, Alles klar zum Abschluss.

Du sagst „Ja, das ist richtig“, ein Muttersprachler sagt ein Wort: Genau. Ein Gespräch besteht aus vier Momenten (Zustimmung, Überraschung, Abwinken, Abschluss) und jeder Moment hat sein eigenes Reflexwort. Erkenne den Moment, nicht das Wort.

01

Der Moment: Dein Gegenüber erzählt, du suchst einen Satz

Darauf baut diese Seite auf

Die Seite zu den Partikeln zeigt kleine Wörter, die in den Satz kommen (mal · doch · ja). Diese Seite geht einen Schritt weiter: Sie streicht den Satz und setzt ein einziges Wort an seine Stelle.

KurzregelEin Gespräch hat vier Momente: Zustimmung · Überraschung · Abwinken · Abschluss. Nimm aus jedem Moment ein Wort: Genau · Ach so · Kein Ding · Alles klar. Lerne nicht die Wörter, erkenne den Moment.

Dein Deutsch ist richtig, aber im Gespräch klingst du noch „fremd“. Der Grund sind meistens nicht die Wörter. Dein Gegenüber erzählt etwas. Du antwortest entweder mit einem ganzen Satz oder du hörst schweigend zu. Ein Muttersprachler macht beides nicht: Er gibt ein Reflexwort.

Morgen soll es regnen.

→ Dein Gegenüber hat dir eine Information gegeben.

Ja, das ist richtig.

→ grammatisch perfekt, klingt im Gespräch aber wie eine Prüfungsantwort.

Genau, das habe ich auch gehört.

→ Das sagt ein Muttersprachler in diesem Moment.

Der dritte Satz ist keine Kurzform des ersten, er hat eine andere Aufgabe. Ja, das ist richtig gibt eine Information. Genau ist ein Signal: „Ich habe dich gehört, ich bin deiner Meinung, sprich weiter.“ Solche Signale halten das Gespräch lebendig.

Diese Seite ist keine Wortliste, sondern eine Entscheidungskarte. Erst findest du den Moment, dann das Wort dazu. Alle Wörter gehören zur gesprochenen Sprache. In formellen Texten kommen sie nicht vor.

02

Das machst du in jeder Sprache schon

Wenn jemand recht hat, sagst du nicht „Ja, das ist richtig“. „Genau“ kommt einfach heraus, ohne Nachdenken. Bei Überraschung sagst du „ach so“ oder „echt?“, bei Unwichtigem „egal“, zum Schluss „alles klar“ oder „bis dann“. Das sind alles Reflexwörter.

Voller SatzReflexwortWelcher Moment
Ja, das ist genau so.Genau.Zustimmung
Ja, das stimmt.Stimmt.Zustimmung
Aha, jetzt verstehe ich.Ach so.Überraschung
Ist das wirklich wahr?Echt?Überraschung
Das ist kein Problem.Kein Ding.Abwinken
Na ja, nicht so gut.Na ja …Abwinken
Gut, ich habe verstanden.Alles klar.Abschluss
Wir sehen uns später.Bis dann!Abschluss

Du kennst das Prinzip schon. Neu ist nur das deutsche Wort dazu.

Der Kurs fällt heute aus.

Ach so. Dann bleibe ich zu Hause.

→ Der Moment, in dem du „aha“ sagen würdest.

Deshalb ist Reflexwörter-Lernen etwas anderes als Grammatik lernen: Es gibt keine neue Regel. Du machst etwas, das du schon kannst, jetzt auf Deutsch. Der einzige Unterschied ist das Tempo. In deiner Sprache reagierst du ohne Nachdenken. Das musst du auch im Deutschen schaffen.

03

Tabelle: die vier Momente im Gespräch

Ein Gespräch besteht aus vier Momenten. Dein Gegenüber sagt etwas Richtiges (Zustimmung), gibt eine neue Information (Überraschung), bedankt sich oder entschuldigt sich (Abwinken) oder das Gespräch endet (Abschluss). Jeder Moment hat sein eigenes Reflexwort.

Moment im GesprächAusführlich gesagtReflexwort
1 · ZustimmungJa, genau so · Ja, stimmtGenau. · Stimmt.
2 · ÜberraschungAha · Ist das wahr?Ach so. · Echt?
3 · AbwinkenKein Problem · Na jaKein Ding. · Na ja.
4 · AbschlussGut, dann … · Bis späterAlles klar. · Mach's gut.

Vier Momente, acht Wörter. Ein Gespräch geht selten darüber hinaus. Der Rest sind Sätze, die du schon kennst. Die Reihenfolge: erst der Moment, dann das Wort.

Den Moment zu erkennen ist leichter, als sich an das Wort zu erinnern. Wenn dein Gegenüber den Satz beendet, stell dir eine einzige Frage: War das etwas Richtiges, eine neue Information, ein Dank oder ein Abschied? Ist die Antwort klar, kommt das Wort von selbst.

Heute ist ja Feiertag.

Stimmt, das habe ich vergessen.

→ Moment 1: Du findest es richtig und hast es gerade erst bemerkt.

04

Moment 1 · Zustimmung: Nicht alle fünf heißen „ja“

Ja antwortet auf eine Frage. Diese fünf antworten auf eine Aussage. Das ist der Unterschied. Dein Gegenüber hat etwas gesagt und du zeigst, dass du zustimmst. Alle fünf klingen wie „ja“, aber jedes hat eine eigene Aufgabe.

ReflexwortBedeutungWelcher Moment
Genau.„Ja, genau so.“Dein Gegenüber hat gesagt, was du denkst
Stimmt.„Ja, das ist richtig.“Du hast es gerade erst bemerkt
Eben.„Genau das ist der Punkt.“Du hast das schon gesagt
Passt.„Das ist in Ordnung.“Zeit, Plan oder Zahl bestätigen
Alles klar.„Ich habe verstanden.“Du hast die Anweisung, das Thema ist erledigt

Das Wort, das du in Deutschland am häufigsten hörst, ist Genau. Die Deutschen machen sich selbst darüber lustig; daher hat dieser Account seinen Namen.

Du kommst also am Montag?

Genau.

→ Dein Gegenüber hat gesagt, was du denkst.

Um acht am Bahnhof?

Passt.

→ Uhrzeit und Ort werden bestätigt.

Die Wohnung ist viel zu teuer.

Eben! Das habe ich doch gesagt.

→ Du hast das schon gesagt.

Eine Warnung vor der Inflation: Fast alle, die Deutsch lernen, hängen Genau an jeden Satz. In einem Gespräch reichen zwei bis drei Mal. Wechsle sonst zwischen Stimmt, Eben und Passt.

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Moment 2 · Überraschung: Neue Information, bleib nicht stumm

Dein Gegenüber hat etwas Neues erzählt. Das Reflexwort für diesen Moment gibt keine Information, es sagt „Ich höre dir zu.“ In Deutschland gilt stilles Zuhören nicht als Interesse, sondern als Desinteresse. Kommt kein Reflexwort, hört dein Gegenüber auf zu erzählen.

ReflexwortBedeutungWelcher Moment
Ach so.„Aha, jetzt verstehe ich.“Du hast den Grund gerade verstanden
Echt?„Ist das wahr?“Du bist überrascht und willst mehr hören
Wirklich?„Ist das wirklich so?“Gleiche Aufgabe, etwas höflicher
Krass.„Wow.“Jugendsprache, große Neuigkeit
Ach was!„Das glaube ich nicht!“Du glaubst es nicht; nur unter Freunden

Krass und Ach was! sind lockere Wörter. Bei der Arbeit oder in einem formellen Gespräch reichen Wirklich? oder Ach so.

Ich ziehe nächsten Monat nach Hamburg.

Echt? Warum denn?

→ Du bist überrascht und willst mehr hören.

Ich komme später, mein Zug hat Verspätung.

Ach so, kein Problem.

→ Du hast den Grund gerade erfahren.

Nach dem Reflexwort der Überraschung kommt oft eine kurze Frage: Warum denn? · Seit wann? · Und dann? Das Reflexwort öffnet die Tür, die Frage hält das Gespräch am Laufen. Wer beides benutzt, gilt als „guter Zuhörer“.

06

Moment 3 · Abwinken: Was sagt man auf Danke und Entschuldigung?

Jemand hat sich bedankt oder sich kurz entschuldigt. Auch für diesen Moment gibt es fertige Wörter. Welches du wählst, hängt davon ab, wie vertraut ihr miteinander seid.

ReflexwortBedeutungWelcher Moment
Kein Ding.„Das ist kein Problem.“lockere Antwort auf ein Danke
Kein Problem.„Es gibt kein Problem.“passt überall, neutral
Passt schon.„Alles gut, vergiss es.“Du verzeihst einen kleinen Fehler
Macht nichts.„Das ist nicht schlimm.“höfliche Antwort auf eine Entschuldigung
Na ja …„So lala.“Achtung: nicht positiv, siehe die Falle unten

Auf ein formelles Danke (Vielen Dank!) ist Gern geschehen. oder Bitte. weiterhin die sicherste Antwort. Die Wörter in dieser Tabelle gehören zur Alltagssprache.

Danke dir!

Kein Ding.

→ Lockere Antwort auf ein lockeres Danke.

Entschuldigung, dass ich zu spät komme.

Macht nichts. Wir haben gerade erst angefangen.

Falle 01

„Na ja“ ist kein Kompliment

Wie war der Film?

Na ja …

→ Gemeint war „ganz gut“, aber dein Gegenüber versteht: „Er hat mir nicht gefallen.“

Ganz gut!

→ Wenn er dir gefallen hat.

Richtig gut!

→ Wenn er dir richtig gut gefallen hat.

Viele Lernende halten Na ja für ein lockeres „so lala, nicht schlecht“. Im Ohr eines Muttersprachlers steckt darin ein „nicht wirklich“. Wenn dir etwas gefallen hat, benutze das Wort nicht. Ganz gut ist ein gemäßigtes „gut“, Richtig gut sagt, dass es dir wirklich gefallen hat.

07

Zwei Fallen: das falsche Reflexwort im falschen Moment

Wenn du das richtige Wort im falschen Moment benutzt, wird die Bedeutung umgekehrt. Die zwei häufigsten Stellen: die Antwort auf eine verneinte Frage und die Antwort auf eine Bitte.

Falle 02

Auf eine verneinte Frage sagt man nicht „ja“: doch

Hast du keine Zeit?

Ja, ich habe Zeit.

→ Ja versteht man als „Ja, ich habe keine Zeit“ und es passt nicht zum Satz danach.

Doch! Ich habe Zeit.

Ist die Frage verneint und du willst das Gegenteil sagen, antwortest du mit doch, nicht mit ja. Stimmst du der verneinten Frage zu, sagst du Nein, leider nicht. Mehr dazu auf der Seite Fragesätze.

Falle 03

„Genau“ passt nicht überall

Kannst du mir helfen?

Genau.

→ Das ist keine Antwort auf eine Bitte und klingt sinnlos.

Na klar!

Klar, mach ich.

Genau bestätigt etwas, das gesagt wurde: „Ja, so ist es.“ Es passt, wenn dein Gegenüber eine Information bestätigt haben will (Du kommst also am Montag?). Auf eine Bitte ist es aber keine Antwort. Und genau daran erkennt man Lernende am häufigsten. Für Bitten gibt es eigene Reflexwörter: Na klar · Klar · Klar doch · Gerne.

Na klar, ich helfe dir gern.

→ Das Reflexwort für eine Bitte, danach ein kurzer Satz.

08

Moment 4 · Abschluss: Ein Gespräch zu beenden ist eine eigene Fähigkeit

Ein deutsches Gespräch endet nicht auf einmal. Zuerst leitet jemand den Abschluss ein, dann kommt der Abschied. Ein Tschüss allein wirkt etwas abrupt. Deshalb setzt man ein Abschlusswort davor.

ReflexwortBedeutungWelcher Moment
Alles klar, dann …„Gut, dann …“leitet den Abschluss ein
Also gut.„Na gut.“Signal zum Aufbruch
Wir hören uns.„Wir telefonieren oder schreiben.“Abschluss bei Telefon und Nachricht
Mach's gut!„Pass auf dich auf!“herzlicher Abschied
Bis dann!„Wir sehen uns später.“neutral, für alle
Schönen Tag noch!„Einen schönen Tag!“Kassierer, Nachbarin, jeder Fremde

Die Reihenfolge beim Abschluss: erst das Signal (Alles klar · Also gut), dann der Abschied (Bis dann · Tschüss). Der Unterschied ist der Unterschied zwischen unhöflich und natürlich.

Alles klar, dann bis später. Tschüss!

Tschüss.

→ Nicht falsch, wirkt allein aber abrupt. Setz ein Abschlusssignal davor.

Danke, schönen Tag noch!

→ An der Kasse, zu jemandem, den du nicht kennst.

Mach's gut! ist ein herzlicher Abschied aus der du-Welt. Für Kassierer, Nachbarn und Fremde passt Schönen Tag noch! besser, am Abend Schönen Abend noch! Alle Abschiede findest du auf der Seite Begrüßung und Verabschiedung.

09

Was dir keiner sagt: Ein Reflexwort gibt keine Information

Bis hierher haben wir die Wörter den Momenten zugeordnet. Jetzt kommt die eigentliche Idee: Die Aufgabe eines Reflexworts ist nicht, eine Information zu geben, sondern ein Signal. Genau sagt nichts Neues. Es sagt: „Ich bin da, ich höre zu, sprich weiter.“

Beim Zuhören machst du Geräusche wie „hm · aha · echt“. Im Deutschen wird dasselbe erwartet: alle zwei bis drei Sätze ein Reflexwort. Gibst du keins, glaubt dein Gegenüber: „Er hört nicht zu, ist gelangweilt oder sauer.“ Das liegt nicht an deinem Deutsch, sondern an der Stille.

AusspracheWie es ankommt
Ach so. – kurz und flach„Ich habe verstanden.“
Aaach sooo … – gedehnt„Aha, so ist das also“ mit einem Vorwurf
Na ja. – kurz„So lala.“
Na ja … – gedehnt„Überhaupt nicht gut.“

Der Ton verändert das Wort. Das richtige Wort mit falschem Ton ist schlimmer als das falsche Wort.

Ach so.

→ Kurz und flach: „Ich habe verstanden.“

Aaach sooo …

→ Gedehnt: „Aha, so ist das also.“ Dasselbe Wort, aber mit Vorwurf.

Genau. Genau. Genau.

→ Hintereinander klingst du wie ein Roboter und wirkst desinteressiert. Verteile die Reflexwörter auf die vier Momente.

Ehrlicher Hinweis: All das ist gesprochene Sprache. In formellen Texten, in E-Mails und im Schreibteil der Prüfung kommen diese Wörter nicht vor. Dort schreibst du ganze Sätze. Reflexwörter gehören auf die Straße, Formulare aufs Papier.

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Drei Szenen: So klingt ein echtes Gespräch

Drei kurze Szenen, acht Reflexwörter. Alle Sätze dazwischen sind A1. Was das Gespräch deutsch klingen lässt, sind nicht die Sätze, sondern die Wörter dazwischen.

1 · Nachbar im Treppenhaus – Überraschung + Zustimmung

— Der Aufzug ist wieder kaputt.

— Ach so, deswegen hab ich niemanden gehört.

— Genau. Seit gestern.

2 · Bei der Arbeit, du entschuldigst dich – Abwinken + Abschluss

— Sorry, ich hab die Mail vergessen.

— Kein Ding. Kann passieren.

— Alles klar, ich schick sie gleich.

3 · Beim Abschied – Abschluss

— Also gut, ich muss los.

— Mach's gut!

— Bis dann! Schönen Tag noch.

hab und schick in den Szenen sind Kurzformen der gesprochenen Sprache. Geschrieben heißt es habe und schicke. Sorry gehört auch schon zum Alltagsdeutsch. In formellen Situationen sagst du stattdessen Entschuldigung.

Jetzt üben

Was du gerade gelernt hast

  • Entschuldigung, dass ich zu spät komme. — ___ nichts.

    Antwort zeigen

    Macht, macht — Macht. Macht nichts. = „Das ist nicht schlimm.“ Das ist die höfliche Antwort auf eine Entschuldigung.

  • Auf die Frage Hast du keine Zeit? antwortest du mit Ja, ich habe Zeit., wenn du sagen willst: „Doch, ich habe Zeit!“

    Antwort zeigen

    Falsch. Wenn du einer verneinten Frage widersprichst, sagst du doch: Doch! Ich habe Zeit. Ja versteht man als „Ja, ich habe keine Zeit“.

  • Dein Freund sagt, dass er nächsten Monat nach Hamburg zieht. Du bist überrascht und willst mehr hören. Was sagst du?

    Antwort zeigen

    Echt? = „Ist das wahr?“ Danach passt eine kurze Frage gut: Echt? Warum denn?

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Was du diese Woche tust

Lerne die Liste nicht auswendig. Nimm aus jedem Moment ein Wort und mach die vier zum Automatismus. Der größte Teil eines Gesprächs läuft über diese vier, der Rest ist Dekoration.

  • Schritt 1 · Erkenne den Moment. Bevor du nach einem Wort suchst, finde heraus, in welchem Moment du bist: Zustimmung · Überraschung · Abwinken · Abschluss. Einen fünften gibt es nicht.
  • Schritt 2 · Vier Wörter reichen. Genau · Ach so · Kein Ding · Alles klar. Die anderen kommen, wenn diese vier sitzen.
  • Schritt 3 · Bleib nicht stumm. Gib alle zwei bis drei Sätze ein Signal. Das richtige Wort etwas später ist besser als gar keins.
  • Genau. Zustimmung · am häufigsten
  • Stimmt. Zustimmung · gerade bemerkt
  • Ach so. Überraschung · Grund verstanden
  • Echt? Überraschung · mehr hören wollen
  • Kein Ding. Abwinken · auf ein Danke
  • Macht nichts. Abwinken · auf eine Entschuldigung
  • Alles klar. Abschluss · Signal
  • Mach's gut! Abschluss · herzlicher Abschied
  • Doch! Widerspruch zu einer verneinten Frage
  • Na ja … = So lala. Achtung · nicht positiv

Alles klar, dann bis morgen!

Schreib es in dein Heft: vier Momente, vier Wörter. Probiere morgen nur eins aus: Genau. In einer Woche gibst du alle vier ohne Nachdenken. An diesem Tag hört man den Unterschied.

Nächster Schritt

Nach den Reflexwörtern kommen die kleinen Wörter, die in den Satz gehören: mal · doch · ja · halt. Was du sagst, wenn das Gespräch abbricht, steht auf der Seite „Ich habe nicht verstanden“.

12Bauen

Bau den Satz selbst

Tipp die Wörter an und bring sie in die richtige Reihenfolge. Das ist der schwierigste Teil im Deutschen – und es gibt keine Auswahl: Du baust den Satz.

  1. Wörter antippen

  2. Wörter antippen

  3. Wörter antippen

Tipps

Vor dem Test wissen

Der Kern des Themas in drei Zeilen, darunter die häufigsten Fehler.

  1. Erst den Moment erkennen, dann das Wort wählen

    Es gibt vier Momente: Zustimmung, Überraschung, Abwinken, Abschluss. Ist der Moment klar, kommt das Wort von selbst.

    Genau · Ach so · Kein Ding · Alles klar

  2. Zustimmungswörter antworten auf eine Aussage, nicht auf eine Bitte

    Genau und Stimmt bestätigen etwas, das gesagt wurde. Auf eine Bitte sagst du Na klar oder Gerne.

    Kannst du mir helfen? — Na klar!

  3. Widerspruch zu einer verneinten Frage: doch

    Ist die Frage verneint und du willst das Gegenteil sagen, antwortest du mit doch, nicht mit ja.

    Hast du keine Zeit? — Doch!

  4. Na ja ist nicht positiv

    Es klingt wie „so lala“, enthält aber ein „nicht wirklich“. Wenn es dir gefallen hat, sag Ganz gut! oder Richtig gut!

    Wie war der Film? — Na ja …

  • Kannst du mir helfen? — Genau.

    Kannst du mir helfen? — Na klar!

    Genau bestätigt etwas, das gesagt wurde. Auf eine Bitte ist es keine Antwort.

  • Hast du keine Zeit? — Ja, ich habe Zeit.

    Hast du keine Zeit? — Doch, ich habe Zeit.

    Wenn du einer verneinten Frage widersprichst, sagst du doch.

  • Wie war der Film? — Na ja. (gemeint: Er hat mir gefallen)

    Wie war der Film? — Ganz gut!

    Na ja sagt, dass er dir nicht gefallen hat.

  • Genau. Genau. Genau.

    Genau. … Stimmt. … Ach so.

    Wiederhole nicht dasselbe Reflexwort. Verteile die Wörter auf die Momente.

1209:50

Teste dich

Tipp auf eine Antwort – dann schauen wir gemeinsam, warum sie stimmt.

Dein Freund sagt Morgen soll es regnen. Du hast das auch gehört. Was ist die natürlichste Antwort?

Genau = „Ja, genau so.“ Dein Gegenüber hat gesagt, was du denkst. Bitte und Macht nichts gehören zu anderen Momenten.

Kannst du mir helfen? – Welche Antwort ist richtig?

Das Reflexwort für eine Bitte ist Na klar · Klar · Gerne. Genau und Stimmt bestätigen etwas, das gesagt wurde. Auf eine Bitte sind sie keine Antwort.

Auf die Frage Hast du keine Zeit? antwortest du mit Ja, ich habe Zeit., wenn du sagen willst: „Doch, ich habe Zeit!“

Falsch. Wenn du einer verneinten Frage widersprichst, sagst du doch: Doch! Ich habe Zeit. Ja versteht man als „Ja, ich habe keine Zeit“.

Dein Freund sagt, dass er nächsten Monat nach Hamburg zieht. Du bist überrascht und willst mehr hören. Was sagst du?

Echt? = „Ist das wahr?“ Danach passt eine kurze Frage gut: Echt? Warum denn?

Dein Freund erklärt, warum er zu spät kommt. Den Grund verstehst du gerade erst: „Aha, jetzt verstehe ich.“ Was sagst du?

Ach so = „Aha, ich verstehe.“ Ach was! heißt „Das glaube ich nicht!“ und drückt Unglauben aus.

Dein Freund sagt Danke dir! zu dir. Welche Antwort ist locker und herzlich?

Kein Ding = „Das ist kein Problem.“ Na ja heißt „so lala“, Mach's gut ist ein Abschied.
+4 Thema abschließen: ganzer Test 10 Fragen · mit Zeit · wie in der Prüfung · 60 % schließen das Thema ab

Übung geschafft – –

Um das Thema abzuschließen, mach den ganzen Test: Mit 60 % ist es auf deinem Niveau-Weg als erledigt markiert.

0/6 · Fragen beantwortet

Arbeitsblatt

Taschenkarte: vier Momente

Diese ganze Seite – Tabellen, Stolperfallen, Beispiele – als ein PDF. Herunterladen, ausdrucken und vor der Prüfung noch einmal durchgehen.