Genau
Thementest · A2

Redemittel – Lücke füllen Test

10Fragen
8Minuten
60 %Bestehensgrenze

Eine Frage nach der anderen, die Zeit läuft. Die Lösungen bleiben wie in der Prüfung verdeckt: Am Ende siehst du alle mit Erklärung. Mit 60 % ist das Thema abgeschlossen.

Thementest

10 Fragen, von leicht bis schwer

Wähl eine Antwort und drück «Weiter». Du kannst zurückgehen und ändern. Was leer bleibt, zählt als falsch.

In der Bäckerei bist du an der Reihe und möchtest ein Brot. Welcher Satz ist am höflichsten?

Ich hätte gern ein Brot. Ich will ist grammatisch richtig, klingt an der Theke aber wie „Ich will das, gib es mir“. Gib mir ist ein klarer Befehl, dazu noch in der du-Form.

Im Restaurant gibst du beim Kellner deine Bestellung auf: Du nimmst die Suppe. Welcher Satz passt?

Beim Bestellen sagst du Ich nehme … kaufen heißt, im Geschäft zu kaufen, essen beschreibt das Essen. Beides ist kein Bestellsatz.

Du fragst nach dem Weg zum Bahnhof. Welcher Satz ist richtig?

zu verlangt den Dativ: zu dem Bahnhof → zum Bahnhof. der Bahnhof ist maskulin, deshalb geht zu der nicht. nach steht nur bei Namen von Städten und Ländern: nach Köln.

Dein Gegenüber hat sehr schnell gesprochen und du hast nichts verstanden. Welche Antwort klingt unhöflich?

Ein einzelnes Was? klingt hart. Sicher ist Wie bitte?; als zweite Wahl Entschuldigung? mit Fragebetonung.

Bilde eine höfliche Frage: Bus · noch · kommen · wissen

Tipp die Teile an und bau den Satz

ob leitet einen Nebensatz ein, das konjugierte Verb kommt geht ganz ans Ende: Wissen Sie, ob der Bus noch kommt?

Ich finde, dass Deutsch ist schwer. – Dieser Satz ist richtig gebaut.

Falsch. dass schiebt das Verb ans Ende: Ich finde, dass Deutsch schwer ist. Du kannst es auch ohne dass sagen: Ich finde, Deutsch ist schwer.

Meiner Meinung nach das zu teuer.

ist. Das Redemittel steht auf Position 1, das konjugierte Verb kommt direkt dahinter: Meiner Meinung nach ist das zu teuer.

Du rufst eine Firma wegen deiner Rechnung an. Nach deinem Namen: Welcher Satz passt?

Für ein Thema oder einen Grund steht wegen. für bedeutet „im Namen von“: Ich rufe für meine Mutter an. Im dritten Satz sind Verb und Artikel falsch.

Mit welcher Zeile beendest du eine formelle E-Mail?

Die Schlussformel im formellen Brief ist Mit freundlichen Grüßen; danach steht kein Komma, der Name steht eine Zeile darunter. Liebe Grüße schreibst du an Freunde, Tschüss gehört zur gesprochenen Sprache.

Was ist Könnten Sie mir das bitte einpacken?

Könnten Sie …? ist eine höfliche Bitte. Das könnten darin ist Konjunktiv II, aber um das Redemittel zu benutzen, musst du das nicht wissen.
Kurzregeln

Die Regeln in drei Zeilen

Das ganze Thema steht auf einer eigenen Seite. Hier ist nur der Kern, den du für den Test brauchst.

  1. Lerne das Redemittel mit seiner Lücke

    Ein Redemittel steht für viele Sätze. Der Rahmen bleibt fest, in die Lücke setzt du, was du willst.

    Ich hätte gern … → Ich hätte gern einen Termin.

  2. Beim Bitten nicht wollen

    Ich will … ist richtig, klingt bei einer Bitte aber unhöflich. An der Kasse, im Büro und beim Arzt: Ich hätte gern … oder Ich möchte …

    Ich möchte zwei Brötchen, bitte.

  3. dass und ob schieben das Verb ans Ende

    Nach einem Redemittel, das einen Nebensatz einleitet, steht das konjugierte Verb ganz am Ende.

    Wissen Sie, ob der Bus noch kommt?

  4. Redemittel auf Position 1, Verb auf Position 2

    Meiner Meinung nach, Einerseits, Zusammenfassend besetzen Position 1; das Verb kommt direkt dahinter.

    Meiner Meinung nach ist das zu teuer.

Stolperfallen

Oft verwechselt

Hier passieren die typischen Fehler. Die schweren Fragen kommen genau von hier.

  • Ich will einen Kaffee.

    Ich hätte gern einen Kaffee.

    Grammatik richtig, Ton falsch: Bei einer Bitte klingt will unhöflich.

  • Was?

    Wie bitte?

    Ein einzelnes Was? klingt bei Fremden hart.

  • Ich finde, dass Deutsch ist schwer.

    Ich finde, dass Deutsch schwer ist.

    dass schiebt das konjugierte Verb ans Ende.

  • Ich rufe an für die Rechnung.

    Ich rufe an wegen der Rechnung.

    Für ein Thema steht wegen; für bedeutet „im Namen von“.