Genau

Die 7 wichtigsten Regeln der deutschen Grammatik

die wichtigsten Grammatikregeln

Sieben Grundregeln reichen, um deutsche Sätze zu bauen: Verbstellung, Nebensatz, Artikel, Kasus, Verbendung und Verneinung. Wenn diese sieben sitzen, kannst du Sätze bilden – der Rest ist Wortschatz.

Heute ich gehe ins Kino. – Alle Wörter stimmen, der Satz nicht. Einen deutschen Satz bauen nicht die Wörter, sondern sieben Grundregeln: Verbstellung, Artikel, Kasus, Verbendung und Verneinung. Wenn diese sieben sitzen, kannst du Sätze bilden – der Rest ist Wortschatz.

01

Jetzt: Du kennst die Wörter, aber der Satz klappt nicht

KurzregelDas Verb steht auf Position 2, ein zweites Verb steht am Ende, der Artikel ändert sich mit der Aufgabe, zum Nomen gehört kein, zum Rest nicht. Wenn diese sieben sitzen, kannst du Sätze bilden – der Rest ist Wortschatz.

Du kennst schon hunderte Wörter, aber beim Sprechen bleibst du hängen. Der Grund ist nicht der Wortschatz. Im Deutschen entscheiden die Stellung der Wörter und der Artikel, wer was tut. Ein richtiges Wort an der falschen Stelle, und der Satz fällt auseinander.

Die sieben Regeln auf dieser Seite haben ein einziges Auswahlkriterium: Kann man ohne diese Regel keinen einzigen richtigen Satz bilden? Es geht um Struktur, nicht um Wörter. Alle sieben sind kurz genug, um in den ersten zwei Wochen zu sitzen.

Heute gehe ich ins Kino.

Heute ich gehe ins Kino.

→ Alle Wörter stimmen, der Satz nicht: Regel 1 ist verletzt.

Diese Seite ist eine Landkarte. Jede Regel wird kurz erklärt und am Ende des Abschnitts mit ihrem eigenen Thema verlinkt. Klicke auf den Link der Regel, bei der du hängst, und übe dort im Detail.

02

Tabelle: 7 Regeln, die Sätze bauen

Die ganze Seite steckt in dieser Tabelle. Speichere sie. Wenn du beim Satzbau hängst, komm zuerst hierher zurück. In der rechten Spalte zeigt der fette Teil, welche Aufgabe die Regel im Satz hat.

RegelWas heißt das?Beispiel
1 · Das Verb steht immer auf Position 2egal, was am Anfang stehtHeute trinke ich Kaffee.
2 · Das zweite Verb steht am EndeModalverb · Perfekt · trennbare VorsilbeIch kann heute nicht kommen.
3 · weil · dass → Verb ans Endeim Nebensatz rutscht das Verb nach hinten…, weil ich krank bin.
4 · Artikel + Großschreibungden Artikel mit dem Wort lernender Tisch · die Tür · das Buch
5 · Der Artikel ändert sich mit der Aufgabewen? → den · wem? → demIch sehe den Mann.
6 · Das Verb bekommt eine Endung pro Persondas Pronomen bleibtich komme · du kommst
7 · kein oder nicht?Nomen → kein · alles andere → nichtIch habe keine Zeit.

Merke: Im Deutschen zeigen Stellung und Artikel, was im Satz passiert. Auch mit wenigen Wörtern kannst du Sätze bilden, wenn diese sieben Regeln sitzen. Umgekehrt klappt es nicht.

Die sieben Regeln gehören zu drei Familien: 1–3 Stellung des Verbs, 4–5 Nomen und Artikel, 6–7 Endung des Verbs und Verneinung. Unten hat jede Familie einen eigenen Abschnitt. In einem einzigen Satz arbeiten alle drei zusammen:

Ich kann heute nicht kommen.

→ Regel 1, 2 und 7 in einem Satz: Verb auf Position 2, zweites Verb am Ende, nicht beim Verb.

Heute ich kann nicht kommen.

→ Nach einer Zeitangabe am Anfang steht das Subjekt trotzdem hinter dem Verb: Heute kann ich nicht kommen.

03

Regel 1 und 2: Das Verb hat zwei Plätze

Im deutschen Satz hat das Verb zwei Plätze. Das konjugierte Verb, das sich nach der Person richtet, steht immer auf Position 2. Gibt es im Satz ein zweites Verb, steht es ganz am Ende. Egal, was du an den Anfang stellst: Diese zwei Plätze bleiben gleich.

Position 1Position 2MitteEnde
Ichtrinkeheute Kaffee.—
Heutetrinkeich Kaffee.—
Ichkannheute nichtkommen.
Ichhabegesterngearbeitet.
Ichsteheum 7 Uhrauf.
—Wohnstdu in Köln?—

Eine „Position“ zählt eine Wortgruppe, nicht ein einzelnes Wort: Mein kleiner Bruder sind drei Wörter, aber nur eine Position. Die letzte Zeile ist die Ausnahme: In der Ja-/Nein-Frage ist Position 1 leer und das Verb rückt nach vorn.

Regel 1. Steht am Anfang etwas anderes als das Subjekt – eine Zeitangabe, ein Ort, ein Fragewort –, dann rutscht das Subjekt hinter das Verb. Bei Fragewörtern ist es genauso: Wo wohnst du? Das Verb bleibt auf Position 2.

Heute trinke ich Kaffee.

→ Am Anfang steht die Zeitangabe, das Verb bleibt auf Position 2.

Heute ich trinke Kaffee.

→ Das Subjekt muss hinter das Verb rutschen.

Regel 2. Das zweite Verb kommt in drei Formen, und in allen dreien steht es am Ende: Modalverb + Infinitiv (kann … kommen), Perfekt + Partizip (habe … gearbeitet), trennbare Vorsilbe (aufstehen → stehe … auf). Alles, was dazwischen kommt, bleibt in der Mitte: Ich kann heute leider nicht kommen.

Ich möchte einen Kaffee trinken.

→ „trinken“ steht am Ende.

Ich möchte trinken einen Kaffee.

→ Das zweite Verb steht in der Mitte. Das Objekt kommt dazwischen, der Infinitiv geht ans Ende.

Eigenes Thema

Was am Anfang stehen darf, die Reihenfolge in der Mitte und die Stellung von nicht findest du auf der Seite zur Satzstellung. Die drei Formen des zweiten Verbs haben je eine eigene Seite.

04

Regel 3: weil und dass schicken das Verb ans Ende

Eine Konjunktion wie weil · dass · wenn leitet einen Nebensatz ein, und im Nebensatz rutscht auch das konjugierte Verb ans Ende. Regel 1 gilt hier nicht: Im Nebensatz gibt es keine Position 2, das Verb steht ganz hinten.

Genau hier stolpern viele. Der Satz „weil ich bin krank“ fühlt sich natürlich an, ist aber falsch. Richtig ist: „weil ich krank bin“. Es fühlt sich am Anfang ungewohnt an, funktioniert aber jedes Mal gleich.

KonjunktionFunktionBeispiel
weilGrundIch bleibe zu Hause, weil ich krank bin.
dassInhalt (Aussage)Ich weiß, dass er heute kommt.
wennBedingung · jedes MalWenn ich Zeit habe, komme ich.
weil + Modalverbbeide Verben am Ende…, weil ich heute nicht kommen kann.

Achte auf die letzte Zeile: Hat der Nebensatz zwei Verben, steht das konjugierte Verb ganz am Ende: kommen kann. In der dritten Zeile steht der Nebensatz vorn; das Verb des Hauptsatzes bleibt dann auf Position 2: …, komme ich.

Ich komme nicht, weil ich krank bin.

Ich komme nicht, weil ich bin krank.

→ In Text und Prüfung falsch. Beim Sprechen hörst du es manchmal – siehe den Hinweis unten.

Es gibt auch ein „weil“, das das Verb nicht ans Ende schickt: denn. Ich komme nicht, denn ich bin krank. Die Reihenfolge bleibt normal, aber im Gespräch hörst du weil viel öfter. Den Unterschied erklärt die Seite zum Nebensatz.

Eigenes Thema

Alle Konjunktionen, die das Verb ans Ende schicken, und die, die die Reihenfolge nicht ändern (wie und · aber · denn), findest du auf diesen zwei Seiten.

05

Regel 4 und 5: Der Artikel zeigt die Aufgabe im Satz

Regel 4. Jedes deutsche Nomen hat einen Artikel – der, die oder das – und wird großgeschrieben, auch mitten im Satz: Ich lese das Buch. Den Artikel findet man meistens nicht mit Logik. Du lernst ihn zusammen mit dem Wort. Schreibe das Wort mit Artikel und Plural in dein Heft:

  • der Tisch, die Tische – Möbelstück mit Platte
  • die Tür, die Türen – Eingang zum Zimmer
  • das Buch, die Bücher – Text zum Lesen

Eine kleine Hilfe: Manche Endungen verraten den Artikel. -ung · -heit · -keit → die, -chen → das. Die ganze Liste steht auf der Artikel-Seite.

Regel 5. Wenn ein Nomen eine andere Aufgabe im Satz hat, ändert sich der Artikel, nicht das Nomen: der Mann → den Mann → dem Mann. Der Artikel zeigt also, wer handelt (wer?), wen oder was man sieht (wen?) und wem man etwas gibt (wem?).

WortNominativ (wer?)Akkusativ (wen?)Dativ (wem?)
der Mann – maskulinder Mannden Manndem Mann
die Frau – feminindie Fraudie Frauder Frau
das Kind – neutraldas Kinddas Kinddem Kind
die Kinder – Pluraldie Kinderdie Kinderden Kindern
ein Hund – maskulinein Hundeinen Hundeinem Hund

Im Akkusativ ändert sich nur das Maskulinum: der → den · ein → einen. Lerne zuerst das gut; der Dativ kommt später. Im Plural bekommt das Nomen im Dativ auch ein -n: den Kindern. Endet das Nomen schon auf -n oder ist der Plural auf -s, kommt nichts dazu: den Frauen · den Autos.

Ich sehe den Mann.

→ Objekt (wen?): den

Ich gebe dem Mann das Buch.

→ Empfänger (wem?): dem

Ich sehe der Mann.

→ Der Artikel blieb in der Subjektform. Ein maskulines Objekt braucht den statt der.

Eigenes Thema

Alle Wege, den Artikel an der Endung zu erkennen, die Pluralformen der Nomen und die ganze Kasus-Tabelle findest du auf diesen Seiten.

06

Regel 6 und 7: Personenendung, kein und nicht

Regel 6. Das Verb bekommt für jede Person eine Endung. Such den Stamm (kommen → komm-) und hänge die Endung der Person an.

PersonEndungBeispiel
ich-eich komme
du-stdu kommst
er · sie · es-ter kommt
wir-enwir kommen
ihr-tihr kommt
sie · Sie-ensie kommen · Sie kommen

Wichtig: Das Pronomen fällt nicht weg. Man sagt Ich komme. und nicht nur „Komme.“ Denn kommen kann „wir“, „sie“ und „Sie“ bedeuten. Die Person zeigt also das Pronomen, nicht allein die Endung.

Die einzige Ausnahme in der ersten Woche: sein und haben sind unregelmäßig. ich bin · du bist · er ist – ich habe · du hast · er hat. Beide sind so häufig, dass du sie einzeln lernst.

Ich wohne in Köln.

Wohne in Köln.

→ Das Pronomen fehlt. In Kurznachrichten siehst du verkürzte Sätze wie Bin gleich da.; beim Sprechen und Schreiben bleibt das Subjekt.

Regel 7. Bei der Verneinung gibt es nur eine Frage: Wird ein Nomen verneint? Ein Nomen ohne Artikel oder mit ein bekommt kein. Ein Verb, ein Adjektiv oder ein Nomen mit bestimmtem Artikel bekommt nicht.

Was wird verneint?WortBeispiel
Nomen ohne ArtikelkeinIch habe keine Zeit.
Nomen mit einkeinIch habe keinen Hund.
VerbnichtIch komme heute nicht.
AdjektivnichtDas ist nicht teuer.
Nomen mit bestimmtem Artikel (der · mein)nichtDas ist nicht mein Buch.

kein wird genauso gebeugt wie ein: einen Hund → keinen Hund. ein hat keinen Plural, aber kein hat einen: keine Kinder.

Ich habe nicht Zeit.

→ Verneint wird ein Nomen, dann darf nicht nicht stehen.

Ich habe keine Zeit.

→ Nomen: kein

Ich komme heute nicht.

→ Verb: nicht

Eigenes Thema

Den Stamm finden, Verben mit zusätzlichem Buchstaben, die drei unregelmäßigen Verben und die Stellung von nicht im Satz findest du auf diesen Seiten.

07

Was dir keiner sagt: Nur ein Teil des Verbs springt nach vorn

Viele halten die Stellung des Verbs für „seltsam“. Aber im Grunde gibt es nur eine einzige Besonderheit: Position 2. Der Rest folgt einer einfachen Form: Das Hauptverb steht sehr oft am Ende, und nur der konjugierte Teil springt auf Position 2.

SatzWas steht am Ende?
Ich kann heute nicht kommen.der Infinitiv nach dem Modalverb
Ich habe gestern gearbeitet.das Partizip nach haben
Ich stehe um 7 Uhr auf.die trennbare Vorsilbe
…, weil ich krank bin.das konjugierte Verb im Nebensatz

Merke dir nicht „warum es ans Ende geht“. Stelle den konjugierten Teil auf Position 2 und schiebe den Rest ans Ende. Im Hauptsatz springt nur der konjugierte Teil nach vorn.

In der Praxis baust du den Satz so: Reihe zuerst alles auf, die Verben hinten – ich heute nicht kommen kann. Dann nimmst du den konjugierten Teil (kann) und setzt ihn auf Position 2: Ich kann heute nicht kommen. Das Schöne daran: Die erste Reihenfolge ist schon genau der Nebensatz – …, weil ich heute nicht kommen kann.

Ich kann heute nicht kommen.

→ „kommen“ bleibt am Ende, nur „kann“ ist nach vorn gesprungen.

Ehrlich gesagt

Beim Sprechen steht das Verb nach weil manchmal vorn

Beim Sprechen stellen Deutsche das Verb nach weil manchmal nach vorn: weil ich bin müde. Du hörst das auf der Straße und in Serien. In Text und Prüfung steht das Verb aber am Ende: weil ich müde bin. Bilde du die geschriebene Form. Wenn du die andere hörst, wundere dich nicht.

Auch „Das Verb steht immer auf Position 2“ stimmt nicht zu hundert Prozent: In der Ja-/Nein-Frage und im Imperativ steht das Verb vorn. Kommst du? · Komm! Regel 1 beschreibt den normalen Aussagesatz.

08

Drei Fehler, die dich verraten

Diese drei Fehler fallen einem Muttersprachler schon in der ersten Sekunde auf. Alle drei lassen sich mit einer der Regeln oben beheben.

Fehler 01

Nach einer Zeitangabe bleibt das Subjekt nicht vorn

Heute ich gehe ins Kino.

→ Falsche Reihenfolge.

Heute gehe ich ins Kino.

Viele bauen den Satz so, wie sie ihn im Kopf haben: erst das Subjekt, dann das Verb. Im Deutschen rutscht das Subjekt aber hinter das Verb, wenn eine Zeitangabe, ein Ort oder ein Fragewort am Anfang steht (Regel 1).

Fehler 02

Das zweite Verb bleibt nicht in der Mitte

Ich möchte trinken einen Kaffee.

→ Der Infinitiv steht in der Mitte.

Ich möchte einen Kaffee trinken.

trinken gehört ans Ende. Alles, was dazwischen kommt, bleibt in der Mitte (Regel 2).

Fehler 03

Beim maskulinen Nomen wird aus ein einen

Ich habe ein Hund.

→ Der Artikel hat sich nicht geändert.

Ich habe einen Hund.

Hund ist maskulin (der Hund) und haben verlangt den Akkusativ: ein → einen. Beim Femininum und Neutrum ändert sich nichts: Ich habe eine Katze. · Ich habe ein Auto. (Regel 5)

Wenn die drei Korrekturen in einem Satz zusammenkommen, sieht das so aus:

Heute möchte ich einen Kaffee trinken.

→ Verb auf Position 2, einen, Infinitiv am Ende.

Jetzt üben

Was du gerade gelernt hast

  • Ich habe ___ Hund.

    Antwort zeigen

    einen. Hund ist maskulin und haben verlangt sein Objekt im Akkusativ: ein → einen.

  • In einer Ja-/Nein-Frage steht das konjugierte Verb ganz vorn: Wohnst du in Köln?

    Antwort zeigen

    Richtig. Die Regel „Verb auf Position 2“ gilt für Aussagesätze und für Fragen mit Fragewort (Wo wohnst du?). In der Ja-/Nein-Frage ist Position 1 leer und das Verb rückt nach vorn.

  • Welche Frage ist richtig? (Wohnort, Person: du)

    Antwort zeigen

    Wo wohnst du? du verlangt die Endung -st, und das Verb steht direkt nach dem Fragewort auf Position 2.

09

Teste dich: sechs Sätze, sieben Regeln

Sechs Sätze, jeder prüft eine Regel. Bilde sie zuerst laut, dann schau dir die Antworten unten an. Die Zahl rechts sagt dir, welche Regel geprüft wird.

  • 1 · Bilde einen Satz mit „heute“ am Anfang: zu Hause bleiben. – Regel 1
  • 2 · Bilde einen Satz mit „morgen“ und „können“: nicht kommen. – Regel 2
  • 3 · Bilde einen Satz mit „weil“: nicht kommen, krank sein. – Regel 3
  • 4 · Sage, dass du einen Hund hast. – Regel 5
  • 5 · Frage eine Person mit „du“, wo sie wohnt. – Regel 6
  • 6 · Sage, dass du keine Zeit hast. – Regel 7

Heute bleibe ich zu Hause.

→ 1 · Zeitangabe am Anfang, Verb auf Position 2

Ich kann morgen nicht kommen.

→ 2 · zweites Verb am Ende

Ich komme nicht, weil ich krank bin.

→ 3 · nach weil steht das Verb am Ende

Ich habe einen Hund.

→ 4 · maskulines Nomen, ein → einen

Wo wohnst du?

→ 5 · du → -st, Verb auf Position 2

Ich habe keine Zeit.

→ 6 · ein Nomen wird verneint: kein

6/6 → Das Grundgerüst sitzt, jetzt kannst du Wortschatz lernen. 3–5 → Geh zum Abschnitt der Regel zurück, bei der du Fehler hattest, und öffne die verlinkte Seite. 0–2 → Speichere die Tabelle oben und übe jeden Tag eine Regel; in sieben Tagen hast du alle sieben.

  • Heute trinke ich Kaffee. Regel 1 · Verb auf Position 2
  • Ich kann heute nicht kommen. Regel 2 · zweites Verb am Ende
  • …, weil ich krank bin. Regel 3 · Verb im Nebensatz am Ende
  • der Tisch · die Tür · das Buch Regel 4 · Artikel + Großschreibung
  • Ich sehe den Mann. Regel 5 · wen? → den · wem? → dem
  • ich komme · du kommst Regel 6 · Personenendung, Pronomen bleibt
  • Ich habe keine Zeit. Regel 7 · kein beim Nomen, nicht beim Rest

Alles in einem Satz: Das konjugierte Verb steht auf Position 2, der Rest des Verbs am Ende – alles andere sind Artikel und Endungen.

10Bauen

Bau den Satz selbst

Tipp die Wörter an und bring sie in die richtige Reihenfolge. Das ist der schwierigste Teil im Deutschen – und es gibt keine Auswahl: Du baust den Satz.

  1. Wörter antippen

  2. Wörter antippen

  3. Wörter antippen

Tipps

Vor dem Test wissen

Der Kern des Themas in drei Zeilen, darunter die häufigsten Fehler.

  1. Konjugiertes Verb auf Position 2, zweites Verb am Ende

    Egal, was am Anfang steht: Das konjugierte Verb bleibt auf Position 2 und das Subjekt rutscht dahinter. Bei Modalverb, Perfekt oder trennbarer Vorsilbe geht der zweite Teil ganz ans Ende.

    Heute kann ich nicht kommen.

  2. weil · dass → Verb ans Ende

    Im Nebensatz geht auch das konjugierte Verb ganz ans Ende.

    Ich komme nicht, weil ich krank bin.

  3. Der Artikel ändert sich mit der Aufgabe

    Im Akkusativ ändert sich nur das Maskulinum: der → den · ein → einen. Im Dativ wird aus der dann dem.

    Ich habe einen Hund.

  4. Das Pronomen bleibt · kein beim Nomen, nicht beim Rest

    Das Verb bekommt eine Personenendung, aber das Subjekt wird trotzdem genannt. Ein Nomen ohne Artikel oder mit ein bekommt kein, ein Verb oder Adjektiv bekommt nicht.

    Ich habe keine Zeit.

  • Heute ich gehe ins Kino.

    Heute gehe ich ins Kino.

    Steht eine Zeitangabe am Anfang, rutscht das Subjekt hinter das Verb.

  • Ich möchte trinken einen Kaffee.

    Ich möchte einen Kaffee trinken.

    Das zweite Verb bleibt nicht in der Mitte, es geht ans Ende.

  • Ich habe ein Hund.

    Ich habe einen Hund.

    Maskulines Nomen im Akkusativ: ein → einen.

  • Ich habe nicht Zeit.

    Ich habe keine Zeit.

    Wird ein Nomen verneint, steht kein.

1008:30

Teste dich

Tipp auf eine Antwort – dann schauen wir gemeinsam, warum sie stimmt.

Welcher Satz ist richtig? (Zeitangabe am Anfang: heute)

Heute gehe ich ins Kino. Steht eine Zeitangabe am Anfang, bleibt das konjugierte Verb auf Position 2 und das Subjekt rutscht dahinter. Der erste Satz hat die Reihenfolge „Subjekt vor Verb“, der dritte die Reihenfolge des Nebensatzes.

Bilde einen richtigen Satz aus den Teilen.

Tipp die Teile an und bau den Satz

Das Verb (bleibe) steht auf Position 2. Stellst du heute an den Anfang, rutscht das Subjekt dahinter: Heute bleibe ich zu Hause. Auch mit dem Subjekt am Anfang ist es richtig: Ich bleibe heute zu Hause.

Welcher Satz ist richtig? (Modalverb können, verneint mit nicht)

Ich kann morgen nicht kommen. Das konjugierte kann steht auf Position 2, der Infinitiv kommen steht am Ende und wird nicht konjugiert. Mit morgen am Anfang: Morgen kann ich nicht kommen.

Welcher Satz ist in einem geschriebenen Text richtig?

…, weil ich krank bin. weil leitet einen Nebensatz ein, das konjugierte Verb geht ganz ans Ende. Den zweiten Satz hörst du manchmal beim Sprechen, in Text und Prüfung gilt er als falsch.

In einer Ja-/Nein-Frage steht das konjugierte Verb ganz vorn: Wohnst du in Köln?

Richtig. Die Regel „Verb auf Position 2“ gilt für Aussagesätze und für Fragen mit Fragewort (Wo wohnst du?). In der Ja-/Nein-Frage ist Position 1 leer und das Verb rückt nach vorn.

Ich habe Hund.

einen. Hund ist maskulin und haben verlangt sein Objekt im Akkusativ: ein → einen.
+4 Thema abschließen: ganzer Test 10 Fragen · mit Zeit · wie in der Prüfung · 60 % schließen das Thema ab

Übung geschafft – –

Um das Thema abzuschließen, mach den ganzen Test: Mit 60 % ist es auf deinem Niveau-Weg als erledigt markiert.

0/6 · Fragen beantwortet

Arbeitsblatt

Taschenkarte: 7 Regeln in einer Tabelle

Diese ganze Seite – Tabellen, Stolperfallen, Beispiele – als ein PDF. Herunterladen, ausdrucken und vor der Prüfung noch einmal durchgehen.